Rekordbeschäftigung in Erneuerbaren Energien – doch Tausende Jobs sind in Gefahr
Miriam AlbrechtRekordbeschäftigung in Erneuerbaren Energien – doch Tausende Jobs sind in Gefahr
Deutschlands Erneuerbare-Energien-Branche beschäftigt 2025 so viele Menschen wie nie zuvor: 436.000 Arbeitsplätze verzeichnet der Sektor – ein Anstieg um fast vier Prozent gegenüber dem bisherigen Höchststand von 2023. Doch neue Gesetzesvorhaben der Regierung könnten nun Tausende dieser Jobs gefährden.
Die Windenergie bleibt mit 172.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Branche. Die Biomasse stellt rund 97.000 Arbeitsplätze, während die Solarenergie knapp 90.000 Jobs bietet. Auch die Wärmepumpenbranche leistet einen bedeutenden Beitrag mit etwa 72.000 Beschäftigten.
Politische Weichenstellungen der Vergangenheit führten bereits zu Stellenabbau. So sorgten Kürzungen bei den Solarförderungen und Änderungen der Ausschreibungsregeln für Windenergie in der Vergangenheit für Jobverluste. Stabile politische Rahmenbedingungen hingegen haben sich als entscheidend für die Schaffung neuer Arbeitsplätze in den Erneuerbaren erwiesen.
Branchenvertreter warnen nun, dass künftige Reformen den Erhalt der Arbeitsplätze sichern müssen. Ein Abbremsen des Ausbaus der Erneuerbaren berge die Gefahr weiterer Stellenstreichungen, so ihre Argumentation.
Zwar verzeichnet die Branche ein starkes Wachstum mit Rekordbeschäftigung im Jahr 2025, doch die geplanten Gesetzesänderungen könnten diese Entwicklung zunichtemachen. Ob die Jobs gesichert werden können, hängt nun von einer klugen Gestaltung der Politik und kontinuierlicher Unterstützung für die Branche ab.
