Rekord-Cannabis-Beschlagnahmungen 2025: Zoll zieht über 50 Tonnen ein – doch der Schwarzmarkt wächst
Paul MüllerRekord-Cannabis-Beschlagnahmungen 2025: Zoll zieht über 50 Tonnen ein – doch der Schwarzmarkt wächst
Deutsche Behörden beschlagnahmten im vergangenen Jahr eine Rekordmenge an Cannabis – allein der Zoll zog über 50 Tonnen sicher ein. Der deutliche Anstieg erfolgt nach der teilweisen Legalisierung im Jahr 2024, doch Experten zufolge könnte die Nachfrage nach illegalem Cannabis in einigen Regionen tatsächlich gesunken sein.
2024 hatten Polizei und Zoll gemeinsam etwa 24 Tonnen Cannabis beschlagnahmt. Doch bereits 2025 meldete der Zoll, mehr als das Doppelte dieser Menge sichergestellt zu haben. Die bundesweiten Polizeistatistiken für das vergangene Jahr stehen noch aus, sodass die Gesamtmenge der Beschlagnahmungen unklar bleibt.
Experten führen die gestiegenen Zollbeschlagnahmungen vor allem auf veränderte Schmuggelrouten zurück. Sicherheitsbehörden hingegen argumentieren, der starke Anstieg deute auf einen wachsenden Schwarzmarkt hin. Gleichzeitig sind die Einfuhren von medizinischem Cannabis seit der teilweisen Legalisierung deutlich gestiegen.
Jakob Manthey, Forscher auf diesem Gebiet, geht davon aus, dass die Gesamtnachfrage nach illegalem Cannabis seit der Gesetzesänderung zurückgegangen ist. Dennoch betont er, dass der Schwarzmarkt weiterhin aktiv sei – insbesondere in Regionen mit eingeschränktem legalem Zugang.
Die Rekordbeschlagnahmungen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Regulierung von Cannabis nach der Teillegalisierung. Während die Einfuhren von Medizinprodukten steigen und einige Experten von einer sinkenden illegalen Nachfrage berichten, beobachten die Behörden weiterhin einen expandierenden Schwarzmarkt. Die vollständigen Polizeidaten für 2025 könnten ein klareres Bild des Trends liefern.






