08 February 2026, 10:17

Rastatt baut Notunterkünfte für Blackouts – mit Traktoren als Stromquellen

Eine Gruppe von Notfahrzeugen steht auf der Straße geparkt, umgeben von Menschen, Polen, Lichtern, Schildern, Bäumen, Gebäuden und Kränen, mit einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Rastatt baut Notunterkünfte für Blackouts – mit Traktoren als Stromquellen

Rastatt rüstet drei kommunale Gebäude zu ganzjährigen Notunterkünften bei Stromausfällen um

Die Stadt setzt dabei auf Traktoren aus den Bereichen Tiefbau und Grünflächenamt als Ersatzstromquellen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen nach dem großen Blackout in Berlin im vergangenen Jahr.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als Standorte wurden die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle im Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch ausgewählt. Alle drei Gebäude verfügen bereits über wichtige Infrastruktur wie Umkleideräume, Duschen, Küchen und Vorratslager für Heizmaterial.

Um die Unterkünfte mit Strom zu versorgen, hat die Stadt Traktoren mit speziellen Zapfwellen-Generatoren (PTO) ausgestattet. Die Anlagen, deren Installation pro Halle fast 20.000 Euro kostet, beziehen ihre Energie direkt aus den Traktormotoren – ohne laufende Wartungskosten. Die Generatoren verfügen zudem über mehrere Steckdosen, sodass bei Bedarf zusätzliche Geräte angeschlossen werden können.

Rastatts Vorgehen entspricht einem landesweiten Trend in Baden-Württemberg. Seit dem Berliner Blackout zu Beginn des Jahres 2025 haben bis Februar 2026 zwölf weitere Städte – darunter Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe – ähnliche Notstromlösungen für kommunale Gebäude eingeführt.

Die drei Notunterkünfte dienen bei Stromausfällen als beheizte Anlaufstellen und sichern den Bürgern den Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen. Da keine zusätzlichen Wartungsarbeiten anfallen und die bestehende Infrastruktur genutzt wird, soll das System zuverlässig Strom liefern, wenn er am dringendsten benötigt wird. Die Maßnahme ist Teil einer wachsenden regionalen Initiative zur Stärkung der Notfallvorsorge.