Putin verschärft Gesetze gegen Telefon- und Onlinebetrug in Russland
Miriam AlbrechtPutin verschärft Gesetze gegen Telefon- und Onlinebetrug in Russland
Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das Betrug per Telefon und im Internet stärker bekämpfen soll. Das Gesetz zielt darauf ab, finanzielle Verluste durch Telefon- und Onlinebetrug im ganzen Land zu verringern und bietet Behörden sowie Bürgern erweiterte Instrumente zur Vorbeugung. Das Gesetz führt fast 30 Maßnahmen ein, um die bestehenden Regeln gegen Cyberbetrug zu verschärfen, die bereits 2025 verabschiedet wurden. Für Banken gelten nun verschärfte Auflagen bei der Absicherung ihrer Mobil-Apps und offiziellen Websites. Verdächtige Geldüberweisungen werden für sechs Stunden blockiert, um eine detaillierte Überprüfung zu ermöglichen.
Ein neuer Notfallknopf im staatlichen Portal 'Gosuslugi' ermöglicht Nutzern, Betrugsfälle schnell zu melden. Bei finanziellen Verlusten durch unterlassene Schutzmaßnahmen eines Anbieters haftet das Unternehmen auf Schadensersatz. Finanzinstitute müssen ihren Kunden zudem Software zum Schutz vor Schadprogrammen anbieten.
Privatpersonen dürfen künftig maximal 20 Bankkarten besitzen. Eine zentrale Datenbank mit IMEI-Codes für Mobilgeräte listet zugelassene und in Russland verbotene Kennungen auf. Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, verdächtige Telefonnummern an eine staatliche Datenbank zu melden und diese zu sperren.
Bewohner der Region Nischni Nowgorod können eingehende internationale Anrufe blockieren. Eltern haben die Möglichkeit, Mobilfunkanbieter zu informieren, wenn sie eine SIM-Karte auf ihr Kind übertragen möchten. Das Gesetz erweitert die Pflichten und Schutzmechanismen für Mobilfunkanbieter, Banken und Privatpersonen. Durch die neuen Regelungen sollen Betrugsfälle über Mobilfunknetze und digitales Banking in Russland effektiver verhindert werden.
