ProBatman: Revolutionäres Batterie-Recycling könnte CO₂-Ausstoß massiv senken
Lotta BrandtProBatman: Revolutionäres Batterie-Recycling könnte CO₂-Ausstoß massiv senken
ProBatman: Ein neues Projekt revolutioniert das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland
Ein neues Projekt mit dem Namen ProBatman will die Art und Weise verändern, wie in Deutschland Lithium-Ionen-Batterien recycelt werden. Forscher und Industriepartner arbeiten gemeinsam daran, deutlich mehr Materialien aus alten Batterien zurückzugewinnen, als es aktuelle Verfahren ermöglichen. Die Initiative könnte den CO₂-Ausstoß drastisch reduzieren und Abfall verringern – besonders wichtig angesichts der steigenden Nutzung von Batterien.
Das ProBatman-Projekt, geleitet von der Netzsch Gerätebau GmbH, vereint Expertenteams der BMW AG, EurA AG, des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC, der Netzsch Group sowie der Universität Würzburg. Ihr Ziel: Möglichst viele Komponenten aus ausgedienten Batterien zurückzugewinnen – darunter auch flüchtige Stoffe und leitfähige Salze, die bei den meisten Recyclingprozessen bisher unberücksichtigt bleiben.
Aktuelle Methoden gewinnen nur einen Bruchteil der Materialien und benötigen oft große Mengen an Energie oder zusätzliche Chemikalien. ProBatman setzt auf einen anderen Ansatz: Die Batterien werden unter Schutzgas zerlegt, dann mit neuen Technologien separiert, von Bindemitteln befreit und sortiert. Jeder Schritt ist darauf ausgelegt, sicherer, effizienter und besser skalierbar zu sein.
Parallel dazu hat das Forschungszentrum Energie und Batterietechnik (FZEB) bereits Fortschritte beim direkten Recycling erzielt – etwa bei der Klassifizierung und Rückgewinnung von Lithium-Eisenphosphat aus alten Batterien. Diese Arbeit ergänzt die Bemühungen von ProBatman, indem sie auf nachhaltige und energieeffiziente Lösungen fokussiert. Beide Projekte testen ihre Verfahren auf Umweltverträglichkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit, wobei Ökobilanzen helfen, die Prozesse weiter zu optimieren.
Bis 2040 könnte Deutschland jährlich mit bis zu 360.000 metrischen Tonnen ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien konfrontiert sein. Würde das ProBatman-System davon 340.000 Tonnen pro Jahr verarbeiten, ließen sich bis zu 1,3 Gigatonnen CO₂-Äquivalente einsparen – das entspricht der Stilllegung von Millionen von Autos.
Das ProBatman-Projekt und die Forschung des FZEB könnten das Batterierecycling grundlegend verändern: sauberer, gründlicher und zukunftsfähig. Mit der Beteiligung von Industrie und Wissenschaft wird die Technologie entwickelt, um die wachsende Menge an Altbatterien effizient zu bewältigen. Bei Erfolg würde der Ansatz nicht nur die künftige Nachfrage decken, sondern auch Emissionen und Abfall deutlich reduzieren.






