Pizza, Schreibmaschinen und Politik: Wie Freiburg Bürger mit ungewöhnlichen Ideen mobilisiert
Paul MüllerPizza, Schreibmaschinen und Politik: Wie Freiburg Bürger mit ungewöhnlichen Ideen mobilisiert
Mit Schreibmaschinen, Pizza und offenen Gesprächen: Eine neue Kampagne in Baden-Württemberg will mehr Menschen für Politik begeistern
Die Demokratie-Initiative, unterstützt vom Erzbistum Freiburg, setzt auf ungewöhnliche Methoden, um Bürgerinnen und Bürger – insbesondere junge Erwachsene – zu motivieren, ihre Meinungen zu äußern und bei den anstehenden Wahlen ihre Stimme abzugeben. Mit einer Mischung aus unkonventionellen Ansätzen und klassischem Dialog soll politische Teilhabe zugänglicher werden.
Ein zentrales Element ist die Veranstaltungsreihe "Pizza trifft Politik", die an 12 Standorten in der Region stattfindet – darunter das Bildungshaus Kloster St. Ulrich und das Pfarrzentrum St. Georg in Freiburg. Die Treffen richten sich besonders an Menschen in prekären Lebenssituationen und bieten neben Vorträgen und Wahlhilfen lockere Gesprächsrunden bei gemeinsamem Essen.
Ein weiteres Highlight ist die Schreibmaschinen-Aktion: Teilnehmende können ihre Wünsche, Kritik oder Forderungen auf Postkarten tippen, die nach der Wahl an die gewählten Parteien übermittelt werden. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern eine direkte Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen vorzubringen und Politikerinnen und Politiker in die Pflicht zu nehmen.
Hinter dem Projekt stehen mehrere Organisationen, darunter das Erzbistum Freiburg mit seiner Katholischen Erwachsenenbildung, Caritas Freiburg und der Katholische Familienverband. Gemeinsam wollen sie zeigen: Demokratie lebt davon, dass sich Menschen aktiv einbringen.
Die Initiative bleibt bis zur Wahl präsent und veranstaltet Formate, die unterrepräsentierte Gruppen erreichen sollen. Die gesammelten Postkarten der Schreibmaschinen-Aktion werden an gewählte Vertreter weitergeleitet, um den öffentlichen Stimmen Gehör zu verschaffen. Ob die kreativen Ansätze nachhaltige politische Teilhabe fördern, wird sich noch zeigen müssen.
Freiburg's Democracy Efforts Tied to Broader Municipal Network
The initiative builds on Freiburg's established Partnerschaft für Demokratie network, which connects civil society, administration, and religious groups to strengthen democratic participation. Key features include:
- Over 300 partnerships nationwide, with Freiburg's network focusing on anti-extremism and community engagement.
- A dedicated Jugendforum and Jugendfonds to empower young people through projects like voter education and social rights campaigns.
- Structured collaboration between church groups (e.g., Erzbistum Freiburg) and civic organisations to sustain long-term democratic engagement.





