Philippinische Gesundheitsbeamte wegen Luxusflug-Verdachts unter Beschuss
Lotta BrandtPhilippinische Gesundheitsbeamte wegen Luxusflug-Verdachts unter Beschuss
Der Bund der Gesundheitsarbeiter (AHW) hat Beschwerde gegen zwei hochrangige Gesundheitsbeamte wegen des Verdachts auf Veruntreuung öffentlicher Gelder eingereicht. Die Organisation wirft dem Gesundheitsminister der Philippinen, Teodoro Herbosa, und dem Staatssekretär Albert Domingo vor, für die Teilnahme an der 79. Weltgesundheitsversammlung in Genf, Schweiz, ein Upgrade auf einen Luxusflug vorgenommen zu haben. Domingo erklärte inzwischen seine Bereitschaft, mit den Ermittlungen des Amtes des Ombudsmanns zusammenzuarbeiten.
Laut AHW verletzten Herbosa und Domingo damit mehrere staatliche Sparmaßnahmen. Dazu gehörten die Rundverfügung Nr. 114 des Präsidentenamts sowie die Haushaltsrundschreiben Nr. 602/603 des Finanzministeriums (DBM), die Behörden in wirtschaftlich schwierigen Phasen zu sparsamem Umgang mit Mitteln verpflichten. Zudem verwies die Gruppe auf einen Verstoß gegen die Verordnung Nr. 110-2026, die einen nationalen Energienotstand ausrief und eine 10-prozentige Kürzung der Betriebs- und Treibstoffkosten anordnete.
Der AHW argumentierte weiter, das Luxus-Upgrade widerspreche der Verordnung Nr. 77, die Dienstreisen ins Ausland auf die Economy Class beschränkt. Die Organisation forderte daraufhin eine Ermittlung von Amts wegen durch das Amt des Ombudsmanns. Zudem verlangte sie die vorläufige Suspendierung beider Beamter, um weitere mutmaßliche Fehlverwendungen von Geldern während der laufenden Untersuchungen zu verhindern.
Domingo zeigte sich unterdessen öffentlich kooperativ und erklärte, sich den Ermittlungen zu stellen. Eine detaillierte Stellungnahme zu den konkreten Vorwürfen gab er bisher nicht ab.
Das Amt des Ombudsmanns wurde offiziell mit der Prüfung des Falls beauftragt. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen Herbosa und Domingo disziplinarische Maßnahmen. Das Ergebnis der Ermittlungen könnte zudem künftig die Durchsetzung von Reise- und Ausgabenregelungen in der Regierung beeinflussen.






