04 April 2026, 20:09

Pharma-Lieferketten 2026: Wie Deutschland Engpässe bei 550 Medikamenten vermeidet

Plakat, das die Verfügbarkeit von sicheren, aktualisierten Impfungen für alle drei wichtigsten Grippe- und Erkältungsviren im Herbst und Winter ankündigt.

Pharma-Lieferketten 2026: Wie Deutschland Engpässe bei 550 Medikamenten vermeidet

Der Jahresbeginn 2026 bringt neue Herausforderungen für pharmazeutische Lieferketten in Deutschland mit sich. Mit fast 550 Medikamenten, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als nicht verfügbar gelistet werden, müssen Unternehmen schnell handeln, um Bestände zu sichern und die Preispolitik zu steuern. Die Back-Office-Abteilungen stehen unter Druck: Sie müssen Lieferungen prüfen, Lagerbestände anpassen und sich auf mögliche Engpässe vorbereiten.

Mit dem neuen Jahr beginnt für die Verwaltungsteams ein straffer Zeitplan. Viele im Dezember abgeschlossene Lieferverträge sehen Auslieferungen im ersten Quartal vor – die Lager müssen daher ohne Verzögerung Ware annehmen und einlagern können. Gleichzeitig müssen bis Ende Januar die Bestellformulare für die Grippeschutzimpfstoffe der nächsten Saison finalisiert und an die Arztpraxen verschickt werden.

Proaktive Planung ist entscheidend, um Lieferstörungen zu vermeiden. Unternehmen überprüfen derzeit ihre Bevorratungsstrategien, um mögliche Rationierungen aufgrund von Rohstoffknappheit oder logistischen Problemen abzufedern. Eine enge Abstimmung mit den Außendienstteams hilft dabei, bei knappen Beständen Prioritäten bei der Verteilung zu setzen. Zudem müssen aktualisierte Preisbedingungen und Rückgaberegelungen der Lieferanten übersichtlich zusammengestellt werden, da 2026 mit weiteren Preisanpassungen zu rechnen ist.

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Altbestände zu alten Preisen gilt es zu identifizieren, Verkaufspreise müssen gegebenenfalls neu kalkuliert werden. Auch die Jahresverträge werden überarbeitet – im Fokus steht dabei, die bevorstehenden Kostensteigerungen abzumildern. Ziel ist es, die Lieferketten frühzeitig abzusichern und zu verhindern, dass Engpässe das kommende Geschäftsjahr belasten.

Der Januar gibt den Ton für die weiteren Betriebsabläufe des Jahres vor. Durch die frühzeitige Überprüfung von Lieferungen, die Anpassung der Preise und die Vorbereitung saisonaler Bestellungen können Unternehmen die Risiken durch Lieferengpässe und steigende Kosten verringern. Die Arbeit dieser ersten Wochen wird die Versorgungssicherheit für die kommenden Monate maßgeblich bestimmen.

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