„Panikherz“ feiert letzte Vorstellung nach sechs Jahren auf der Hamburger Bühne

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Eine Buhnenbühne mit zwei Menschen, die in der Mitte Gitarre spielen und andere, die in den Ecken singen und Instrumente spielen, mit Bannern an den Seiten und einem Publikum davor, das Papiere und Bücher hält.

Letzte Vorstellung von Stuckrad-Barres 'Panikherz' in der Thalia - „Panikherz“ feiert letzte Vorstellung nach sechs Jahren auf der Hamburger Bühne

Die Bühnenadaption von Panikherz wird am Montag ihre letzte Vorstellung im Hamburger Thalia Theater feiern. Seit der Premiere 2018 hat das Stück über 30.000 Zuschauer angezogen. Basierend auf Benjamin von Stuckrad-Barres autobiografischem Roman, erzählt es von der Freundschaft des Schriftstellers mit dem Musiker Udo Lindenberg.

Der Roman Panikherz erschien erstmals 2016 und schildert Stuckrad-Barres bewegtes Leben sowie seine enge Verbindung zu Lindenberg. Für die Bühnenfassung arbeitete der Regisseur Christopher Rüping – bekannt für seine Inszenierungen am Thalia Theater – 2019 mit dem Dramatiker Ferdinand Schmalz zusammen, um die Geschichte zum Leben zu erwecken.

Die Produktion hebt sich durch ihren kreativen Ansatz hervor: Mehrere Schauspieler teilen sich die Rolle des "Stuckiman", Lindenbergs Spitzname für den Schriftsteller. Bei der Premiere überraschte Lindenberg selbst das Publikum mit einem Auftritt in einer Nebenrolle. Seine Musik kam im Stück jedoch nur einmal zum Einsatz. Rüping, Jahrgang 1972, hat sich mit mutigen theaterischen Entscheidungen einen Namen gemacht. Seine Inszenierung von Panikherz verband rohe Erzählweise mit dynamischer Bühnensprache und erntete sowohl kritische Anerkennung als auch eine treue Fangemeinde.

Nach fast sechs Jahren und tausenden Besuchern fällt am kommenden Montag der letzte Vorhang für Panikherz. Die Produktion hinterlässt ein Erbe als eine der meistdiskutierten Aufführungen des Thalia Theaters. Ihre Mischung aus persönlicher Erzählung und theatralischer Innovation prägte ein besonderes Kapitel des zeitgenössischen deutschen Theaters.