"Opferpopp 2.0": Ein Requiem für vergessene Stimmen im Thalia Theater Halle
Paul Müller"Opferpopp 2.0": Ein Requiem für vergessene Stimmen im Thalia Theater Halle
{"text_with_seo": ""Opferpopp 2.0 – Ein Requiem": Eine immersive Theaterinstallation feiert Premiere im ntv-Schaufenster des Thalia Theaters Halle**
Am 5. März 2026 hat im ntv-Schaufenster des Thalia Theaters Halle die immersive Theaterinstallation "Opferpopp 2.0 – Ein Requiem" Premiere. Die Produktion ist eine Hommage an diejenigen, die nicht mehr unter uns sind – darunter Alexander Kluth, ein ehemaliges Ensemblemitglied, das im vergangenen Jahr verstorben ist. Besucher:innen können sich in einem Raum, der sowohl zur Reflexion als auch zur Feier einlädt, mit den Themen Erinnerung, Verlust und Widerstandskraft auseinandersetzen.
Die Installation verwandelt das ntv-Schaufenster in das "Klubhaus Kluth" – eine Mischung aus Ausstellung, Club und Performance-Ort. Regisseur Mirko Borscht und der Videokünstler Hannes Hesse führen das Publikum durch die Lebenswege der ursprünglichen Darsteller:innen von "Opferpopp" aus dem Jahr 2007 und fragen: Was wurde aus ihnen nach ihrem Debüt? Die erste Fassung des Stücks, inszeniert von Nicolas Stemann am Berliner Ensemble, zeigte junge Laiendarsteller:innen, die ungeschönt von Gewalt und Vernachlässigung berichteten.
Das neue Projekt richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und bietet einen Gegenraum in einer Zeit, in der öffentliche Jugendtreffs zunehmend verschwinden. Gleichzeitig setzt es sich mit den unheilbaren Wunden und offenen Fragen Halles auseinander – entstanden in der Zusammenarbeit zwischen neues theater und dem Thalia Theater. Während einige der ursprünglichen Schauspieler:innen wie Franziska Stadler weiterhin im Theater- und Filmbereich aktiv sind, haben andere den Weg in gesellschaftliche Initiativen gefunden – auch wenn ihre aktuellen Tätigkeiten nur lückenhaft dokumentiert sind.
Jede:r Besucher:in entscheidet selbst, wie intensiv die Auseinandersetzung sein soll, und bewegt sich zwischen Schmerz, Hoffnung und Feier. Die Produktion ist bis zum 22. März 2026 im Rahmen der Reihe "ERINNERN IST HEIMAT" zu erleben.
"Opferpopp 2.0 – Ein Requiem" verbindet Performance, Geschichte und Gemeinschaft in einem Raum, der vergessenen Stimmen gewidmet ist. Die Installation ehrt die Vergangenheit und schafft zugleich eine Plattform für junge Zuschauer:innen. Drei Wochen lang bleibt sie geöffnet und endet am 22. März 2026."}






