Ontario verschleppte Bildungsgelder: Eltern während der Pandemie betrogen
Paul MüllerOntario verschleppte Bildungsgelder: Eltern während der Pandemie betrogen
Ein Bericht des kommissarischen Bürgerbeauftragten von Ontario deckt schwere Mängel bei der Bildungsfinanzierung während der Pandemie auf. Hunderte Eltern wurden zu Unrecht von Zahlungen ausgeschlossen, die eigentlich die Bildung ihrer Kinder während der COVID-19-Krise unterstützen sollten. Die am 26. Juni 2026 veröffentlichten Ergebnisse zeigen systemische Versäumnisse bei der Verwaltung der Gelder auf.
Das Büro des Bürgerbeauftragten erhielt über 200 Beschwerden von Eltern, die fälschlicherweise keine finanzielle Unterstützung erhalten hatten. Die Untersuchung ergab, dass sich die Berechtigungsregeln von einem Programm zum nächsten übertrugen und Eltern, die zunächst leer ausgingen, auch später keine Hilfe erhielten. Dadurch wurden manche Familien von allen fünf Förderprogrammen ausgeschlossen – obwohl sie dringend Unterstützung benötigten.
Auch das Bildungsministerium versäumte es, falsch verteilte Gelder ordnungsgemäß zu erfassen. Daher bleibt unklar, wie hoch die Summe der vorenthaltenen Leistungen tatsächlich ist. Ein weiteres großes Problem war die mangelnde Überprüfung des Sorgerechts: Zahlungen gingen an Verwandte oder sogar Fremde statt an die rechtmäßigen Eltern.
Der Bericht kritisiert, dass die Programme bei jeder Phase dieselben Fehler wiederholten, anstatt sie zu beheben. Insgesamt wurden über zwei Milliarden Dollar in den fünf Initiativen verteilt, doch viele berechtigte Familien gingen leer aus. Als Reaktion nahm das Ministerium alle 14 Empfehlungen des Bürgerbeauftragten an, um solche Probleme in künftigen Programmen zu vermeiden.
Das Ministerium hat sich verpflichtet, die vorgeschlagenen Änderungen umzusetzen. Dazu gehören verbesserte Berechtigungsprüfungen und eine lückenlose Nachverfolgung der Gelder. Die Reformen sollen sicherstellen, dass sich ähnliche Fehler in zukünftigen Direktzahlungsprogrammen nicht wiederholen.
