Nordcarolina scheitert seit 15 Jahren an seinem maroden Arbeitslosensystem
Paul MüllerNordcarolina scheitert seit 15 Jahren an seinem maroden Arbeitslosensystem
Nordcarolina kämpft seit 15 Jahren mit gravierenden Problemen im Arbeitslosenhilfesystem
In den vergangenen 15 Jahren hatte der US-Bundesstaat Nordcarolina mit erheblichen Schwächen in seinem System für Arbeitslosenunterstützung zu kämpfen. Durch Betrug verursachte Überzahlungen belaufen sich auf mehr als 47 Millionen Dollar – davon konnte bisher nur ein Bruchteil zurückgeholt werden.
Von 2009 bis 2024 hatte die Division of Employment Security (Behörde für Arbeitssicherheit) des Staates mit Fehlern zu kämpfen, die zu überhöhten Leistungen führten. Hauptursachen waren falsche Angaben zur Stellensuche, unrichtige Berechnungen der Einkünfte im Leistungsjahr sowie Fehler bei der Klärung von Trennungsgründen. In diesem Zeitraum amtierte Roy Cooper acht Jahre lang als Gouverneur.
Die Quote falscher Zahlungen in Nordcarolina lag zwischen April 2021 und März 2025 bei 22 Prozent – und damit seit neun Jahren in Folge über dem US-weiten Durchschnitt. Zudem belegt der Staat beim Kriterium Pünktlichkeit nur Platz 41: Zwischen Juli 2024 und November 2025 wurden 28 Prozent der Erstzahlungen verzögert.
Die verspäteten Auszahlungen summierten sich auf 12,2 Millionen Dollar. Von den 47,2 Millionen Dollar, die durch Betrug verloren gingen, konnten lediglich 12,1 Millionen wieder eingezogen werden. Ungeklärt blieb auch, warum ein geplantes Online-Portal zur Stellensuche nicht rechtzeitig eingeführt wurde.
Die systematischen Mängel im Arbeitslosenhilfesystem des Staates sind noch immer nicht behoben. Millionenbeträge gelten als verloren, und bei der Bearbeitung von Anträgen kommt es weiterhin zu Verzögerungen. Die Probleme verdeutlichen die langjährigen Defizite in Verwaltung und Kontrolle.






