05 February 2026, 12:14

Nobelpreisträger kämpfen für Latein – während Hamburgs Oper mit Monsters Paradise glänzt

Ein Plakat, das das Théâtre de l'Opéra in Paris ankündigt, mit einer Frau in einem gelben Kleid umgeben von anderen Menschen und Text darauf.

Nobelpreisträger kämpfen für Latein – während Hamburgs Oper mit Monsters Paradise glänzt

Eine vielbeachtete Petition zum Erhalt des Lateinunterrichts an österreichischen Schulen gewinnt an Fahrtwind – unterstützt von drei Nobelpreisträgern und anderen prominenten Persönlichkeiten. Unterdessen feierte die Hamburger Staatsoper die gefeierte Uraufführung von Monsters Paradise, einem mutigen neuen Opernwerk zweier bekannter Fürsprecher der Kampagne.

Die Petition "Latein ist kein Luxus – es ist Bildung" sorgt seit ihrem Start für großes Aufsehen. Zu den Unterzeichnern zählen die Nobelpreisträger Peter Handke, Elfriede Jelinek und der Physiker Anton Zeilinger. Daneben stehen der Altbundespräsident Heinz Fischer, Ex-Kanzler Franz Vranitzky, der Genetiker Markus Hengstschläger sowie Vertreter der österreichischen Lehrergewerkschaften auf der Liste.

Die Initiative setzt sich für Latein als verpflichtendes Schulfach ein. Unterstützer können ihre Unterschrift auf aufstehn.at hinterlassen.

In Hamburg wurde mit der Weltpremiere von Monsters Paradise ein kulturelles Großereignis gefeiert. Die von Olga Neuwirth komponierte Oper mit einem Libretto von Elfriede Jelinek galt als gewagtes, groteskes Meisterwerk. Die Aufführung eröffnete die Amtszeit der neuen Intendantin des Opernhauses, die das Werk in Auftrag gegeben hatte.

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Der gefeierte Bariton Georg Nigl stand im Mittelpunkt der Produktion. Für seine Rolle wurde er mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis 2025 als "Sänger des Jahres" ausgezeichnet. Als Ouvertüre spielte die Pianistin Elisabeth Leonskaja Schuberts Fantasie in f-Moll.

Die Petition sammelt weiterhin Unterschriften aus Literatur, Wissenschaft und Politik. Gleichzeitig hat sich Monsters Paradise als bahnbrechender Beitrag zur zeitgenössischen Oper etabliert. Beide Initiativen unterstreichen den anhaltenden Einfluss österreichischer Kulturschaffender in Bildung und Kunst.