Nick Kyrgios feiert emotionales Comeback – doch die Rostspuren bleiben
Ida SchmitzNick Kyrgios feiert emotionales Comeback – doch die Rostspuren bleiben
Nick Kyrgios hat nach einer langen Verletzungspause sein Comeback im Profitennis gegeben. Der Australier unterzog sich einer Handgelenksoperation sowie vier Knieoperationen und ist derzeit ohne Weltranglistenplatzierung. Vor diesem Comeback bestritt er seit 2022 nur sieben Einzelmatches.
Sein Rückkehrturnier bestritt Kyrgios bei den Stuttgart Open, wo er in der ersten Runde den an Position 36 der Weltrangliste geführten Corentin Moutet besiegte. Zudem erreichte er zusammen mit Alexander Bublik im Doppel das Viertelfinale.
In der zweiten Runde traf Kyrgios auf den japanischen Qualifikanten Sho Shimabukuro. Den ersten Satz gewann er mit 6:4 – unter anderem mit einem überraschenden Unterhand-Aufschlag. Der zweite Satz musste im Tie-Break entschieden werden, den Shimabukuro mit 7:6 (7:5) für sich entschied.
Im dritten Satz kämpfte Kyrgios mit mangelnder Konstanz: Er erzielte zwar 11 Winner, beging aber auch 10 unerzwungene Fehler, während Shimabukuro 13 Winner bei nur 6 unerzwungenen Fehlern verbuchte. Während des Satzes geriet Kyrgios mit dem Stuhlrichter aneinander, weil dieser ihn nicht über den Wechsel auf neue Bälle informiert hatte. Schließlich gewann Shimabukuro das Match mit 4:6, 7:6 (7:5), 6:4 nach einer Stunde und 52 Minuten.
Als nächstes wird Kyrgios beim Rasenturnier in Halle an den Start gehen. Sein Comeback zeigte sowohl Momente von Weltklasse als auch deutliche Rostspuren. Die Niederlage gegen Shimabukuro beendet zwar sein Turnier in Stuttgart, doch seine Teilnahme ist ein Zeichen für Fortschritte in seiner Genesung.






