04 February 2026, 22:20

Neues Gewaltschutzgesetz: Wie Mannheim Betroffene besser schützt und unterstützt

Ein Logo mit der schwarzen, fetten Schrift "Büro für Gewalt gegen Frauen", das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die Hand in Hand in einem Kreis stehen und damit Einheit und Solidarität symbolisieren, mit einer leuchtend gelben Sonne im Hintergrund.

Neues Gewaltschutzgesetz: Wie Mannheim Betroffene besser schützt und unterstützt

Fachkonferenz zum neuen Gewaltschutzgesetz in Mannheim

Am 16. Januar fand in Mannheim eine Fachkonferenz zum neuen Gewaltschutzgesetz Deutschlands statt. Die Veranstaltung brachte Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen, um über die praktische Umsetzung des Gesetzes zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei die Unterstützung von Betroffenen sowie die anstehenden Herausforderungen.

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Das Gewaltschutzgesetz, das seit Februar 2025 in Kraft ist, verankert einen rechtlich verbindlichen Anspruch auf Schutz und Beratung für Frauen und Kinder, die von häuslicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. Bis 2032 soll dieses Recht flächendeckend in ganz Deutschland umgesetzt sein. Das Gesetz sieht zudem den Aufbau nachhaltiger Unterstützungsstrukturen vor, etwa durch sichere Frauenhäuser und Beratungsstellen, und stärkt präventive Maßnahmen gegen Gewalt.

Zahra Deilami, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim, betonte die Bedeutung des Gesetzes im Kampf gegen geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt. Sie hob hervor, dass die Regelungen nun für Behörden verbindlich seien. Dr. Marie-Luise Löffler erläuterte die zentralen Ziele, Bestimmungen und anhaltenden Herausforderungen des Gesetzes und forderte zuverlässige, bundesweite Netzwerke für Betroffene.

Bis Ende 2023 waren bereits 115 Frauenhäuser und 351 Beratungsstellen im Rahmen des neuen Gesetzes eingerichtet oder ausgebaut worden. Angela Müller-Schreckenberger berichtete über den aktuellen Stand der Umsetzung auf Landesebene, einschließlich geplanter Maßnahmen zur Sicherstellung des Erfolgs. Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf besonders vulnerablen Gruppen wie Frauen mit Behinderungen, geflüchteten Frauen und wohnungslosen Frauen, um sicherzustellen, dass auch sie Schutz und Hilfe erhalten.

Die Teilnehmenden identifizierten dringende Bedarfe für Mannheim, darunter bessere Fachkräftefortbildungen, eine stärkere Vernetzung der Einrichtungen und gezielte Öffentlichkeitskampagnen. Ein weiterer zentraler Punkt war die Arbeit mit Gewaltausübenden, die in den Diskussionen thematisiert wurde.

Die Konferenz in Mannheim unterstrich, wie wichtig abgestimmte Anstrengungen für die wirksame Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes sind. Mit den bereits eingerichteten Frauenhäusern und Beratungsstellen rücken nun Fortbildungen, Vernetzung und Aufklärungskampagnen in den Fokus. Die vollständige Umsetzung des Gesetzes bis 2032 soll langfristigen Schutz für Gefährdete gewährleisten.