Neuer Rettungshubschrauber Christoph Oberschwaben startet in Ravensburg-Bavendorf
Miriam AlbrechtNeuer Rettungshubschrauber Christoph Oberschwaben startet in Ravensburg-Bavendorf
Neuer Rettungshubschrauber-Stützpunkt in Ravensburg-Bavendorf – Teil des Ausbaus der Luftrettung in Baden-Württemberg
In Ravensburg-Bavendorf entsteht ein neuer Rettungshubschrauber-Stützpunkt als Teil einer umfassenden Modernisierung der Luftrettungsdienste in Baden-Württemberg. Das bisher als Christoph 45 bekannte Luftfahrzeug wird in Christoph Oberschwaben umbenannt, um die Verbindung zur Region Oberschwaben zu unterstreichen. Die Maßnahme folgt einer landesweiten Überprüfung, die darauf abzielt, die Einsatzzeiten in ländlichen Gebieten zu verkürzen.
Grundlage für die Entscheidung ist die Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020. Eine der zentralen Empfehlungen war die Erweiterung der Hubschrauber-Standorte, um Patienten in abgelegenen Gebieten schneller erreichen zu können. Der neue Stützpunkt in Ravensburg-Bavendorf schließt eine wichtige Lücke: Bisher lagen einige Regionen außerhalb der 20-minütigen Flugreichweite bei Tageslicht – diese Zeiten werden nun deutlich reduziert.
Der Hubschrauber wird täglich von Sonnenaufgang bis 20:00 Uhr unter dem Rufzeichen Christoph Oberschwaben im Einsatz sein. An der Standortwahl waren lokale Behörden beteiligt, darunter der Landkreis Ravensburg und die Stadt Ravensburg. Der Stützpunkt ist einer von zehn geplanten Standorten im Land; die Ausschreibung für den Ravensburg-Vertrag soll im ersten Halbjahr 2026 erfolgen.
Weitere Ausschreibungsverfahren für zusätzliche Stützpunkte sind bereits in Vorbereitung. Das Innenministerium steuert die Umsetzung, mit dem Ziel, die Notfall-Luftrettung zu modernisieren und Verzögerungen bei dringender medizinischer Versorgung zu minimieren.
Der neue Standort wird die Notfallversorgung in Oberschwaben und den umliegenden Regionen direkt verbessern. Sobald der Hubschrauber operativ ist, ermöglicht er tagsüber einen schnelleren Zugang zu lebensrettenden Behandlungen. Das Projekt ist ein weiterer Schritt im umfassenden Plan Baden-Württembergs, das Netzwerk der Luftrettung zukunftsfähig auszubauen.