Netflix und die Sussexes: Warum die Millionendeal-Partnerschaft scheitert
Lotta BrandtAccusations und schwindendes Vertrauen? - Netflix und die Sussexes: Warum die Millionendeal-Partnerschaft scheitert
Netflix-Partnerschaft mit Prinz Harry und Meghan Markle steht auf der Kippe
Nach fünfeinhalb Jahren steht die Zusammenarbeit von Netflix mit Prinz Harry und Meghan Markle vor ungewisser Zukunft. Die einst als große Kooperation angekündigte Vereinbarung hat deutlich weniger Projekte hervorgebracht als erwartet. Brancheninsider deuten nun an, dass der Streaming-Riese sich aus dem Deal zurückziehen könnte.
Die Sussexes hatten 2020 einen vielbeachteten Vertrag mit Netflix unterzeichnet, um Dokumentationen und Dokuserien zu produzieren. Ihr bekanntestes Projekt, Harry & Meghan, erschien 2022 – doch seither blieb die Ausbeute hinter ähnlichen Abkommen mit Produzenten wie Shonda Rhimes oder Ryan Murphy zurück. Zwei Filmprojekte – Meet Me at the Lake und The Wedding Date – stecken weiterhin in der Entwicklung fest, ohne sichtbare Fortschritte.
Ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit war Meghans Lifestyle-Marke As Ever sowie die dazugehörige Serie With Love, Meghan. Doch das Vorhaben fand kaum Anklang. Netflix sitzt nun auf Lagerbeständen im Wert von rund 10 Millionen US-Dollar fest, darunter unverkaufte Tees und Backmischungen der Marke. Branchenkenner zeigen wenig Begeisterung für künftige Projekte mit Archewell Productions und zweifeln am kommerziellen Nutzen der Zusammenarbeit.
Hinter den Kulissen gab es zudem Spannungen. Netflix-Chef Ted Sarandos soll scherzhaft geäußert haben, er nehme Meghans Anrufe nur noch entgegen, wenn ein Anwalt anwesend sei. Quellen beschreiben ihr Auftreten in Meetings als störend – etwa durch Unterbrechungen Harrys oder abruptes Verlassen von Gesprächen. Einige Mitarbeiter zeigten sich frustriert; ein Insider brachte es auf den Punkt: "Für uns ist das Thema erledigt."
Der Exklusivvertrag der Sussexes läuft im August 2025 in eine weniger bindende "First-Look"-Vereinbarung aus – ein Zeichen dafür, dass Netflix ihre royalen Geschichten nicht mehr priorisiert.
Die Zukunft der Partnerschaft wirkt unsicher, denn der Streaming-Dienst scheint sich von der Erzählung der Sussexes verabschiedet zu haben. Mit unverkaufter Ware, stockenden Projekten und schwindendem Brancheninteresse blieb die Zusammenarbeit weit hinter den Erwartungen zurück. Die Umstellung auf ein "First-Look"-Abkommen unterstreicht die deutlich reduzierte Verbundenheit beider Seiten.






