10 March 2026, 12:09

Nammo und Diehl Defence starten Joint Venture für Artilleriegranaten in Deutschland

Ein deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das einen Mann in militärischer Uniform mit Gewehr zeigt, mit zwei weiteren Personen im Hintergrund, Text und Logo.

Kartellamt ebnet Weg für neues Artillerie-Munitionsunternehmen - Nammo und Diehl Defence starten Joint Venture für Artilleriegranaten in Deutschland

Ein neues Joint Venture zwischen dem norwegischen Rüstungsunternehmen Nammo Raufoss und dem deutschen Konzern Diehl Defence wurde von den Aufsichtsbehörden genehmigt. Die Partnerschaft wird in Deutschland 155-Millimeter-Artilleriegranaten herstellen und markiert damit Nammos ersten Produktionsstandort im Land. Die Behörden bestätigten, dass das Vorhaben den Wettbewerb in der Branche beleben werde.

Das Bundeskartellamt gab die Zusammenarbeit frei, nachdem es keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken feststellte. Vielmehr werde das Joint Venture die deutsche Rüstungsindustrie stärken, hoben die Beamten hervor. Beide Unternehmen hatten bereits einen großen Auftrag der Bundeswehr erhalten, der eine formelle Partnerschaft erforderlich machte, um die Nachfrage zu decken.

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Diehl Defence, mit Sitz in Überlingen am Bodensee, wird seine Produktion von Artilleriegranaten mit dem Know-how von Nammo ausbauen. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Kapazität des Unternehmens von etwa 70.000 Granaten pro Jahr auf über 350.000 an. Dieser Anstieg folgte auf gestiegene Bestellungen der Bundeswehr sowie die erhöhte Nachfrage im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise seit 2022.

Der norwegische Konzern Nammo, ein Konkurrent des deutschen Rüstungsriesen Rheinmetall, dringt nun in den deutschen Artilleriemarkt ein. Damit stellt das Unternehmen die Vorherrschaft von Rheinmetall bei der Produktion von Artilleriegranaten in Westeuropa infrage. Das Joint Venture wird neue Fertigungsanlagen in Deutschland errichten und so eine Lücke in Nammos bisherigem Geschäftsmodell schließen.

Mit der Genehmigung können die beiden Unternehmen die Produktion unter ihrer neuen Partnerschaft aufnehmen. Ihre kombinierte Kapazität wird helfen, die wachsende militärische Nachfrage nach Artilleriegranaten zu decken. Gleichzeitig bringt der Deal mehr Wettbewerb in den deutschen Rüstungssektor.

Quelle