Nahverkehr im Markgräflerland wird bis 2026 komplett neu strukturiert
Lotta BrandtNahverkehr im Markgräflerland wird bis 2026 komplett neu strukturiert
Landkreis Lörrach plant Umstrukturierung des Nahverkehrsnetzes im Markgräflerland
Der Landkreis Lörrach steht vor einer grundlegenden Reform seines öffentlichen Nahverkehrs im Markgräflerland. Ziel der Neugestaltung ist es, die Linienführung zu vereinfachen, die Taktung zu verdichten und die Anbindung an Basel zu stärken. Die endgültige Entscheidung über das neue System trifft der Kreistag am Mittwoch, dem 18. März 2023.
Das überarbeitete Netz sieht mehr Busverbindungen, neue Linien und bessere Anschlüsse an benachbarte Städte vor. Die Linien 200 und 265 werden künftig bis zum Basler Claraplatz verlängert, während die Linie 200 eine geänderte Route durch das Zentrum von Weil am Rhein nehmen wird. Zudem verkehrt die Linie 255 ab Dezember montags bis freitags im Stundentakt und verbessert so die Verbindungen zwischen Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Rümmingen und Lörrach.
Die Kreisverwaltung plant außerdem, den Schülerverkehr in den regulären Fahrplan zu integrieren und die Umsteigemöglichkeiten zu optimieren. Bis Dezember 2026 müssen alle Fahrzeuge des Landkreises mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet sein. Die geschätzten Kosten des neuen Systems belaufen sich auf 4,45 Euro pro gefahrenen Kilometer; der Landkreis Lörrach rechnet bis 2027 mit einem Subventionsbedarf von rund 4,261 Millionen Euro.
Ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus wird voraussichtlich den Zuschlag für den Betrieb erhalten. Die Inbetriebnahme des neuen Netzes ist für Sonntag, den 13. Dezember 2026, vorgesehen.
Die Änderungen bringen häufigere Verbindungen, erweiterte Linien und bessere grenzüberschreitende Anbindungen mit sich. Die Entscheidung des Kreistags am 18. März wird die Pläne finalisieren, der Betrieb soll Ende 2026 aufgenommen werden. Bis zum Starttermin werden zudem in allen Fahrzeugen automatische Fahrgastzählsysteme eingeführt.