10 May 2026, 06:09

NABU stoppt Windpark in Ostprignitz-Ruppin: Artenschutz vs. Energiewende

Windmühle in einem eingezäunten Feld mit Bäumen, bewölktem Himmel und fliegenden Vögeln.

NABU stoppt Windpark in Ostprignitz-Ruppin: Artenschutz vs. Energiewende

Geplanter Windpark bei Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin trifft auf juristischen Widerstand

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat einen Eilantrag gegen den Bau eines Windparks in der Nähe von Zootzen eingereicht und warnt vor Gefahren für bedrohte Tierarten. Streitpunkt sind elf Windkraftanlagen, die im Gebiet der Wittstocker Ruppiner Heide genehmigt wurden.

Die Genehmigung für den Windpark hatte das Landesamt für Umwelt im März erteilt. Doch das geplante Gelände liegt in unmittelbarer Nähe zu Lebensräumen seltener Arten, darunter Seeadler und die stark gefährdete Breitflügelfledermaus. Der NABU befürchtet, dass die Anlagen diese geschützten Tiere töten könnten.

In dem am 20. April beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereichten Antrag verweist der Verband zudem auf ein Mäusebussard-Nest, das direkt in der geplanten Kranbahn für den Bau liegt. Die Naturschützer bestehen darauf, dass das Nest vor Baubeginn umgesiedelt werden muss.

Die Wittstocker Ruppiner Heide ist besonders wichtig für den Bestand der bedrohten Breitflügelfledermäuse. Da sich Adlerhorste nur 700 Meter von den geplanten Windrädern entfernt befinden, argumentiert der NABU, dass das Projekt gegen Artenschutzbestimmungen verstößt.

Nun muss das Gericht entscheiden, ob der Bau fortgesetzt werden darf oder ob weitere Umweltprüfungen notwendig sind. Sollte der NABU mit seinem Antrag erfolgreich sein, könnte sich der Windpark verzögern oder sogar ganz gestoppt werden. Die Entscheidung wird maßgeblich beeinflussen, wie der Schutz der heimischen Tierwelt in künftigen Bauvorhaben gewahrt wird.

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