15 March 2026, 04:09

MVV-Energie-Chef Müller fordert rasche Umsetzung der EEG-Novelle für mehr Wind- und Solarstrom

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text.

MVV-Energie-Chef Müller fordert rasche Umsetzung der EEG-Novelle für mehr Wind- und Solarstrom

Georg Müller, Vorstandsvorsitzender von MVV Energie, unterstützt den jüngsten Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums, der den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen soll. Die geplanten Reformen zielen darauf ab, Hemmnisse beim Ausbau von Windparks abzubauen und neue Maßnahmen für die Solarenergie einzuführen. Müller betonte die Dringlichkeit, langjährige Hindernisse zu beseitigen, um die Klimaziele zu erreichen.

MVV Energie, eines der größten Energieunternehmen Deutschlands mit 6.100 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 4 Milliarden Euro, sieht in den Änderungen einen entscheidenden Schritt für den Fortschritt.

Der Gesetzentwurf konzentriert sich darauf, die Kapazitäten der Onshore-Windenergie durch höhere Ausschreibungsvolumina und die Aufhebung von Ausbaugrenzen in Norddeutschland zu steigern. Müller begrüßte diese Maßnahmen als unverzichtbar, um jahrelange Verzögerungen bei Erneuerbaren-Projekten zu überwinden. Zudem unterstützte er Pläne für eine "Südquote", die Anpassungen der Vergütungsmodelle vorsieht, um den Windkraftausbau in Süddeutschland zu fördern.

Bei der Solarenergie hob Müller das rasante Wachstum hervor, das durch sinkende Kosten angetrieben wird. Er sprach sich für neue Regelungen zu Mieterstrommodellen und die Pflicht zur Installation von Solaranlagen auf Neubauten aus. Gleichzeitig warnte er davor, die EEG-Novelle durch Debatten über die Nutzung von Ackerflächen für Photovoltaik aufzuhalten, und mahnte stattdessen zügiges Handeln an.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das vor 20 Jahren eingeführt wurde, garantiert feste Vergütungssätze für Ökostrom, der ins Netz eingespeist wird – finanziert durch die EEG-Umlage der Verbraucher. Bis Ende 2025 waren in Deutschland 117 Gigawatt Solarleistung und 77.900 Megawatt Windkraft installiert. Allein 2025 kamen 17.600 Megawatt Solar- und 5.100 Megawatt Windenergie hinzu. Die aktuellen Ausbauzahlen zeigen, dass die Solarenergie 88 Prozent des für 2030 geplanten Tempos erreicht, während die Onshore-Windkraft bei knapp 60 Prozent liegt.

Die geplante EEG-Novelle 2027 würde die bisherige Einspeisevergütung für Neuanlagen durch zweiseitige Differenzverträge ersetzen. Müller bezeichnete diesen Wandel als großen Fortschritt für beide Sektoren – Wind und Solar.

Die Reformen sollen den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland beschleunigen, wobei Müller auf eine zügige Umsetzung drängt. Bei Annahme des Entwurfs würden die Änderungen die Kapazitäten von Wind- und Solarenergie steigern und gleichzeitig alte Fördermodelle auslaufen lassen. Nun liegt der Fokus auf der parlamentarischen Abstimmung und der praktischen Umsetzung der neuen Regelungen.

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