Mordanklage gegen Sheriff-Kandidaten Spencer plötzlich fallen gelassen
Lotta BrandtMordanklage gegen Sheriff-Kandidaten Spencer plötzlich fallen gelassen
Die Mordanklage gegen Aaron Spencer, den republikanischen Kandidaten für das Amt des Sheriffs im Lonoke County, wurde fallen gelassen. Ein Richter entschied, dass der 48-Jährige nun ungehindert seinen Wahlkampf für die Novemberwahl fortsetzen kann, nachdem schwerwiegende Fehler bei der Beweismittelbehandlung durch das eigene Sheriff-Büro bekannt wurden. Spencer war beschuldigt worden, Michael Fosler getötet zu haben – einen Mann, der selbst unter dem Verdacht stand, die 13-jährige Tochter des Kandidaten sexuell missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah sich jedoch gezwungen, das Verfahren einzustellen, nachdem sich herausstellte, dass das Sheriff-Büro bei der Sicherung und Dokumentation entscheidender Beweismittel grobe Versäumnisse begangen hatte.
Die Einstellung des Verfahrens basiert ausschließlich auf diesen prozessualen Mängeln. Da keine rechtliche Verurteilung vorliegt, bleibt Spencer weiterhin offiziell qualifiziert, für das Amt des Sheriffs zu kandidieren. Die Vorwürfe gegen ihn wurden damit nicht inhaltlich widerlegt, sondern das Verfahren aufgrund der Fehler im Ermittlungsprozess für unzulässig erklärt. Mit der Einstellung der Anklage kann Spencer seinen Wahlkampf nun ohne juristische Belastung fortsetzen. Die Affäre wirft jedoch Fragen nach der Integrität der Ermittlungsarbeit im Lonoke County auf – insbesondere, da die Versäumnisse ausgerechnet von der Behörde stammen, deren Leitung Spencer nun anstrebt.
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