Mitteldeutschland-Bahn: Ausbau verzögert sich um Jahre – 2 Milliarden Euro fehlen
Paul MüllerMitteldeutschland-Bahn: Ausbau verzögert sich um Jahre – 2 Milliarden Euro fehlen
Ausbau der Mitteldeutschland-Bahnverbindung verzögert sich massiv
Die Pläne zum Ausbau der wichtigen Schienenverbindung in Mitteldeutschland haben eine erhebliche Verzögerung erlitten. Das Vorhaben, das die Anbindung zwischen Sachsen und Westdeutschland verbessern soll, steht nun vor einer Finanzierungslücke von 2 Milliarden Euro. Die ursprünglich für dieses Jahr geplanten Bauarbeiten wurden auf 2028 verschoben.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen fordert dringendes Handeln für die Bahnstrecke. Sie bezeichnet die Verbindung als eine der wichtigsten Verkehrsadern des Landes. Zu den Forderungen gehören eine schnellere Elektrifizierung sowie der teilweise zweigleisige Ausbau zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz.
Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte die Notwendigkeit zügiger Fortschritte. Er warnte, dass die Strecke ohne Modernisierung veraltet bleibe. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte jedoch, dass derzeit keine Mittel für die Arbeiten bereitstünden.
Die vollständige Elektrifizierung der Strecke sollte den Fernverkehr beschleunigen. Züge aus Chemnitz und Dresden hätten so effizienter Anschluss an die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet über Erfurt erhalten. Doch mit der Verschiebung der Bauarbeiten auf 2028 wird die vollständige Elektrifizierung frühestens 2032 abgeschlossen sein.
Alleine der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz verursacht voraussichtlich Kosten von 544 Millionen Euro. Dies ist Teil einer größeren Finanzierungslücke von 2 Milliarden Euro, die bis 2029 mehrere Bahnprojekte betrifft.
Der Ausbau der Mitteldeutschland-Verbindung bleibt bis mindestens 2028 auf Eis. Ohne zusätzliche Bundesmittel bleiben Zeitplan und Nutzen des Projekts ungewiss. Schnellere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland hängen davon ab, ob die aktuellen finanziellen und planerischen Hürden überwunden werden.






