Millionenbetrug in Mannheim: Angeklagter soll Anleger mit Bauprojekten getäuscht haben
Paul MüllerFünf Millionen Euro Schaden: 68-Jähriger in Mannheim wegen Betrugs angeklagt - Millionenbetrug in Mannheim: Angeklagter soll Anleger mit Bauprojekten getäuscht haben
Ein 68-jähriger Mann muss sich vor dem Landgericht Mannheim wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug verantworten, nachdem er Anleger angeblich um Millionenbeträge gebracht haben soll. Der Fall dreht sich um eine schweizerisch-deutsche Unternehmensgruppe und unvollendete Bauprojekte. Den Ermittlungsbehörden zufolge soll er private Geldgeber bewusst getäuscht haben, während er gleichzeitig hohe Summen für persönliche Zwecke abzog.
Der Angeklagte stand an der Spitze der schweizerisch-deutschen Firmengruppe. Berichten zufolge überzeugte er Investoren, Gelder in Bauvorhaben zu stecken – darunter ein Hotelkomplex in Konstanz. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, gewusst zu haben, dass das Projekt niemals fertiggestellt werden würde und die beteiligten Unternehmen kaum oder keine Einnahmen erzielten.
Die Anleger verloren insgesamt rund 4,8 Millionen Euro sowie 70.000 Schweizer Franken (etwa 78.000 Euro). Der Mann soll sich hingegen mehr als zwei Millionen Euro aus den Unternehmensmitteln für private Zwecke angeeignet haben. Seine Festnahme erfolgte im November 2025 auf Teneriffa, einer der spanischen Kanarischen Inseln.
Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft, während das Landgericht Mannheim den Fall prüft. Aus den offiziellen Akten geht bisher nicht hervor, wie viele Investoren oder Geschädigte in Baden-Württemberg formal identifiziert wurden.
Im Prozess wird geklärt, ob der Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs Bestand hat. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann erhebliche rechtliche Konsequenzen für die verursachten finanziellen Schäden. Der Fall wirft zudem Fragen zur Kontrolle bei grenzüberschreitenden Investmentmodellen auf.






