Mexikos Senat bekämpft Lohnungleichheit als Gewaltform am Arbeitsplatz
Lotta BrandtMexikos Senat bekämpft Lohnungleichheit als Gewaltform am Arbeitsplatz
Der mexikanische Senat hat Reformen verabschiedet, die ungleiche Bezahlung und geschlechtsspezifische Diskriminierung als Formen von Gewalt am Arbeitsplatz einstufen. Die Änderungen zielen darauf ab, die Lohnlücke zu schließen, durch die Frauen im Durchschnitt 25 Prozent weniger verdienen als Männer. Die Vorlagen gehen nun zur endgültigen Abstimmung an die Abgeordnetenkammer.
Die Reformen wurden durch eine Anpassung von Artikel 11 des Allgemeinen Gesetzes für den Zugang der Frauen zu einem Leben frei von Gewalt umgesetzt. Nach den neuen Regelungen zählt zu Gewalt am Arbeitsplatz unter anderem die Verweigerung einer Einstellung, die Verletzung der Job-Sicherheit sowie die Abwertung der Arbeitsleistungen von Beschäftigten. Auch Bedrohungen, Einschüchterungen, Demütigungen und die Verhinderung von Stillpausen für Frauen fallen darunter.
Aktuelle Zahlen unterstreichen die Lohnungleichheit: In der formalen Beschäftigung verdienen Frauen durchschnittlich 16.434 Pesos pro Monat, während Männer auf 19.361 Pesos kommen. Im informellen Sektor klafft die Lücke noch weiter auseinander – hier erhalten Frauen 7.449 Pesos im Vergleich zu 11.490 Pesos bei Männern. Insgesamt bekommen Frauen für jeden Hundert-Peso-Schein, den Männer verdienen, nur 75 Pesos.
Die Reformen werden nun in der Abgeordnetenkammer beraten. Bei einer Zustimmung würden ungleiche Bezahlung und Diskriminierung rechtlich als Arbeitsplatzgewalt anerkannt. Die Änderungen sollen die Lohnlücke verringern und Frauen vor strukturellen wirtschaftlichen Benachteiligungen schützen.






