17 April 2026, 16:59

Mexikos gescheiterter Traum vom eigenen Corona-Impfstoff Patria

Eine Person hält ein Covid-19-Impfstoff-Fläschchen in der Hand, das mit Text beschriftet ist, mit einem unscharfen Hintergrund.

Mexikos gescheiterter Traum vom eigenen Corona-Impfstoff Patria

Mexikos Bemühungen um einen eigenen COVID-19-Impfstoff sind immer wieder auf Rückschläge gestoßen. Der Impfstoff Patria, der unter dem ehemaligen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador entwickelt wurde, sollte bereits Anfang 2021 als nationale Lösung dienen. Doch Produktionsprobleme und regulatorische Hürden haben seine Einführung verzögert.

Im Februar 2021 kündigte López Obrador an, Mexiko werde einen eigenen Impfstoff gegen die Pandemie herstellen. Der Patria-Impfstoff wurde vom Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie (Conahcyt) unter der Leitung von María Elena Álvarez-Buylla entwickelt. Doch erst im Oktober 2022 erhielt er die Zulassung von Cofepris, der mexikanischen Gesundheitsbehörde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Aktuelle Aussagen von Beamten bestätigen die anhaltenden Schwierigkeiten. Gesundheitsminister David Kershenobich Stalnikowitz gab zu, dass der Impfstoff die Prüfstandards von Cofepris weiterhin nicht erfülle. Auch Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo räumte Produktionsprobleme ein und stellte die unmittelbare Zukunft des Projekts infrage.

Unterdessen setzt die Regierung auf ausländische Lieferanten. Das mexikanische Gesundheitsministerium, die staatliche Pharmahandelsgesellschaft Birmex, der Pharmakonzern Liomont und das US-Unternehmen Moderna vereinbarten eine lokale Produktion von mRNA-Impfstoffen. Sheinbaum Pardo ergänzte, dass zusätzlich Dosen direkt von Moderna und anderen internationalen Herstellern gekauft würden.

Der Patria-Impfstoff bleibt weiterhin in der Prüfphase, ein konkreter Zeitplan für seinen flächendeckenden Einsatz steht aus. Mexiko ist weiterhin auf importierte Impfstoffe angewiesen, während die heimische Produktion hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die Vereinbarung mit Moderna deutet auf einen Strategiewechsel hin – weg von der Eigenentwicklung, hin zur Sicherung von Impfstoffen über etablierte globale Partner.

Lesen Sie auch:

Quelle