18 April 2026, 22:08

Merz löst mit Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Drei Frauen sitzen an einem unordentlichen Tisch in einem raumähnlichen Setting und diskutieren.

Merz löst mit Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen entbrannt. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die zunehmenden Angriffe – sowohl im realen Leben als auch im Netz. Seine Äußerungen lösten jedoch scharfe Kritik der Opposition aus, insbesondere wegen der behaupteten Verbindung zwischen Migration und dem Problem.

In einer Parlamentssitzung wies Merz auf die wachsende Bedrohung durch Gewalt gegen Frauen in ganz Deutschland hin. Er argumentierte, dass ein beträchtlicher Teil dieser Straftaten von Tätern mit Migrationshintergrund verübt werde. Seine Aussagen zogen umgehend Widerspruch vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Miersch nach sich.

In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben) warf Miersch dem Kanzler vor, Migranten pauschal an den Pranger zu stellen. Gewalt gegen Frauen müsse als gesamtgesellschaftliches Problem behandelt werden, das nicht einer einzelnen Gruppe angelastet werden dürfe, betonte er. Miersch unterstrich, dass Täter aus allen Bevölkerungsschichten kämen – keine bestimmte Nationalität oder Religion sei allein verantwortlich.

Der SPD-Politiker bezeichnete Merz' Reaktion zudem als unangemessen. Stattdessen forderte er, den Fokus auf die Unterstützung der Opfer zu legen und das Problem zu lösen, ohne bestimmte Gemeinschaften zu stigmatisieren.

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Der Schlagabtausch zeigt, wie tief die Gräben bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sind. Während Miersch einen ganzheitlichen Ansatz fordert, verknüpft Merz die Thematik mit der Migration. Die Debatte wird voraussichtlich anhalten, während die Abgeordneten nach Lösungen für die steigende Gewalt suchen.

Quelle