01 February 2026, 04:15

Mercedes setzt Blockchain ein, um CO₂-Emissionen in Lieferketten radikal transparent zu machen

Ein silberner und gläserner Schlüsselanhänger in Form eines Trinkhorns mit einer Metallkette, der als Schlüsselring oder Schlüsselanhänger getragen werden kann.

Mercedes setzt Blockchain ein, um CO₂-Emissionen in Lieferketten radikal transparent zu machen

Mercedes-Benz führt blockkettenbasiertes System zur Nachverfolgung von CO2-Emissionen und Nachhaltigkeit in Lieferketten ein

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Der Automobilhersteller Mercedes-Benz hat ein auf Blockchain-Technologie basierendes System eingeführt, um Kohlenstoffemissionen und Nachhaltigkeitsstandards in seinen Lieferketten zu überwachen. Das Projekt beginnt mit der Erfassung von Materialien mit besonders hohem CO2-Fußabdruck, darunter Stahl, Aluminium und Batteriezellen. Gemeinsam mit einem Batteriehersteller und dem britischen Start-up Circulor setzt der Konzern auf Transparenz und verantwortungsvolle Beschaffung.

Das neue System erfasst den gesamten Produktionsweg der Rohstoffe sowie die damit verbundenen CO2-Emissionen. Zudem prüft es, ob Lieferanten die Nachhaltigkeitskriterien zu Arbeitsbedingungen, Menschenrechten und Umweltschutz erfüllen – wie es die Konzernmutter Daimler vorschreibt. Mercedes-Benz sieht in der Blockchain-Technologie entscheidende Vorteile: Sie ermöglicht fälschungssichere Datensätze und sichere Transparenz, ohne vertrauliche Informationen preiszugeben.

Bereits laufen Workshops mit Zulieferern, um Wege zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu finden. Die Initiative ist Teil des Unternehmensprogramms "Ambition2039", das innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte eine klimaneutrale Pkw-Flotte anstrebt. Als erstes wird die Lieferkette für Batteriezellen global mit Blockchain bei der Emissionsverfolgung ausgestattet.

Mercedes-Benz ist nicht der einzige Automobilhersteller, der diesen Ansatz verfolgt. Auch BMW, Audi und Volkswagen testen Blockchain-Pilotprojekte zur CO2-Bilanzierung und Materialprüfung. Doch nicht nur die Autoindustrie setzt auf solche Systeme: Unternehmen aus den Bereichen Mode, Lebensmittel und Pharmazie nutzen ähnliche Lösungen für Nachhaltigkeits- und Echtheitskontrollen.

Im Rahmen des Blockchain-Projekts werden zunächst Materialien mit dem größten CO2-Ausstoß priorisiert – allen voran Stahl, Aluminium und Batteriezellen. Durch die sichere Verknüpfung digitaler Aufzeichnungen soll das System die Verantwortlichkeit stärken und Emissionen entlang der gesamten Lieferkette senken. Langfristig plant Mercedes-Benz, diese Maßnahmen im Rahmen seiner Klimaziele weiter auszubauen.