11 February 2026, 08:18

Mercedes-Benz steckt 2025 in der tiefsten Krise seit Jahren

Ein graues Tesla Model X Elektroauto steht am Straßenrand in China, mit Geländern, Laternenpfählen, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Mercedes-Benz: Warum der Stern derzeit sinkt - Mercedes-Benz steckt 2025 in der tiefsten Krise seit Jahren

Mercedes-Benz verzeichnet deutlichen Gewinn- und Absatzrückgang – 2025 wird zum Krisenjahr

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Der Stuttgarter Autokonzern Mercedes-Benz steckt in einer tiefen Krise: Die Gewinne brechen ein, die Verkaufszahlen gehen zurück, und die finanzielle Lage hat sich 2025 deutlich verschlechtert. Der deutsche Premiumhersteller verzeichnete einen Nettoertrag, der im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte geschrumpft ist – ein Zeichen für die branchenweiten Schwierigkeiten. Trotz der Vorstellung neuer Modelle mit großem medialem Auftritt kämpft das Unternehmen mit externen Belastungen und eigenen strategischen Fehlern.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 erzielte Mercedes einen Nettogewinn von 3,88 Milliarden Euro – ein Rückgang gegenüber 7,81 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Absatzzahlen brachen um 9 Prozent ein: Weltweit wurden nur noch 1,8 Millionen Fahrzeuge verkauft. Besonders dramatisch war der Einbruch in China, dem wichtigsten Markt des Konzerns, wo die Auslieferungen um 19 Prozent einbrachen.

Die Probleme des Unternehmens haben mehrere Ursachen. Einerseits belasten die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle sowie steigende Produktionskosten die Margen. Gleichzeitig verlor Mercedes in China, seinem größten Absatzmarkt, massiv an Boden: Lokale Konkurrenten wie BYD, Geely und NIO drängen aggressiv nach vorne, während der Marktanteil der Stuttgarter von 3,4 Prozent im Jahr 2020 auf nur noch 2,8 Prozent 2025 schrumpfte.

Doch nicht nur externe Faktoren sind schuld: Auch interne Fehleinschätzungen verschärften die Krise. Mercedes setzte zu schnell auf eine vollständige Elektrifizierung der Modellpalette und unterschätzte während der Pandemie die Folgen des globalen Chipmangels. Statt bezahlbare Modelle zu priorisieren, konzentrierte sich der Konzern auf Luxusfahrzeuge – mit der Folge, dass Lücken im Produktportfolio entstanden.

Um die Wende einzuleiten, hat Mercedes nun ein rigoroses Sparprogramm gestartet. Bis 2027 sollen die Produktions- und Materialkosten um 10 Prozent gesenkt werden. Der Fondsmanager Moritz Kronenberger bezeichnet 2026 als "Übergangsjahr", mit ersten Erholungsanzeichen ab 2027. Zudem baut der Konzern die lokale E-Auto-Produktion in China aus, arbeitet enger mit Batterielieferanten zusammen und führt günstigere Luxusmodelle ein, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Nach dem schwierigen Jahr 2025 arbeitet Mercedes-Benz nun daran, das Geschäft zu stabilisieren. Mit dem Kostensenkungsplan und strategischen Anpassungen in China will man bis 2027 wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Doch der Weg dorthin bleibt steinig: Sowohl externe wirtschaftliche Herausforderungen als auch interne operative Hürden müssen überwunden werden.