Meldungsereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Admin User
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Ein Kraftfahrzeug steht auf einem steinbedeckten Boden mit Feuerlöschern an der benachbarten Wand.

Meldungsereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Kleiner Vorfall im Kernkraftwerk Philippsburg während Wartungsarbeiten an Block 2

Während Wartungsarbeiten am Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg kam es zu einem kleineren Zwischenfall: Bei der Entfernung von Betonträgern aus einer Decke wurden asbesthaltige Dichtungsfugen beschädigt. Obwohl sofort Maßnahmen ergriffen wurden, bestätigten die Behörden, dass weder für das Personal noch für die Umgebung eine Gefahr bestand.

Ausgelöst wurde der Vorfall, als Arbeiter bei der Demontage der Betonträger asbestbelastete Dichtungen lösten. Der betroffene Bereich wurde umgehend geräumt und abgesperrt, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Der Brandschutz für die Träger war für etwa einen Tag vorübergehend beeinträchtigt, doch alle anderen Brandschutzsysteme in diesem Bereich blieben voll funktionsfähig.

Nach Reinigungsarbeiten und Luftqualitätsmessungen wurde die Öffnung mit flammhemmender Folie abgedeckt. Der Vorfall wurde gemäß der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) dokumentiert und anhand der Internationalen Bewertungsskala für nukleare und radiologische Ereignisse (INES) eingestuft. Die Aufsichtsbehörden ordneten ihn der Kategorie N mit der INES-Stufe 0 zu – was auf eine sehr geringe oder keine sicherheitstechnische Bedeutung hinweist. Die INES-Skala, die 1990 von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und der Kernenergieagentur der OECD eingeführt wurde, reicht von 0 bis 7. Der Vorfall stellte weder für Menschen noch für die Umwelt eine Gefahr dar. Dennoch wirft der Zwischenfall Fragen auf, wie die Arbeitsplanung verbessert werden kann, um künftig operative Unterbrechungen zum Schutz des Personals besser zu steuern.

Durch die schnelle Reaktion des Kraftwerksbetreibers wurden Schäden für Mitarbeiter oder die Öffentlichkeit vermieden. Die vorübergehende Einschränkung des Brandschutzes für die Träger konnte zügig behoben werden, und alle Sicherheitsvorschriften wurden eingehalten. Die Behörden werden die Abläufe überprüfen, um ähnliche Störungen bei künftigen Wartungsarbeiten zu verhindern.