31 May 2026, 22:08

Melanie Amann diskutiert mit Benjamin Berndt über Journalismus und AfD-Kontroversen

Amann mag nicht, wie Ben es macht

Melanie Amann diskutiert mit Benjamin Berndt über Journalismus und AfD-Kontroversen

Die Journalistin Melanie Amann hat den zweiten Teil ihres ausführlichen Gesprächs mit dem Podcaster Benjamin Berndt veröffentlicht. Die Unterhaltung, die nun auf ihrem neuen persönlichen Kanal Amann Ungefiltert verfügbar ist, beleuchtet die Ethik des modernen Journalismus. Dabei geht es auch um die jüngste Kontroverse um Berndts Interview mit dem AfD-Politiker Björn Höcke.

Amann, ehemalige stellvertretende Chefredakteurin des Spiegel und heute digitale Chefredakteurin der Funke Mediengruppe, führte mit Berndt ein fast dreieinhalbstündiges Podcast-Gespräch unter dem Titel Dein Podcast ist gefährlich. Das Gespräch folgte auf Berndts vierstündiges Interview mit Höcke, das bereits in der deutschen Medienlandschaft für Diskussionen gesorgt hatte.

Während des Gesprächs gab Amann zu, Berndts wachsende Zuschauerzahlen zu beneiden. Sie hinterfragte, warum traditionelle Medien oft nicht so viele Hörer erreichen wie seine unabhängige Plattform. Gleichzeitig erinnerte sie an ihren eigenen Ansatz beim Spiegel, wo sie darauf verzichtete, bei der Berichterstattung über AfD-Politiker moralisierend aufzutreten.

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Obwohl Amann Berndts Methoden kritisch gegenüberstand, blieb der Austausch persönlich und respektvoll. Sie räumte ein, dass sein Podcast gefährlich sein könne, enthielt sich jedoch einer pauschalen Verurteilung. Im Gespräch wurde auch deutlich, wie sehr sie sich Gedanken über die öffentliche Wahrnehmung ihrer Arbeit macht.

Der zweite Teil des Gesprächs ist nun auf Amann Ungefiltert abrufbar, einem Kanal, auf dem sie künftig weitere Podcasts unter ihrem eigenen Namen veröffentlichen will. Der Podcast unterstreicht die Spannungen zwischen traditionellem Journalismus und unabhängigen Medien in Deutschland. Amanns neuer Kanal wird weiterhin ihre eigenen Diskussionen präsentieren und eine Plattform für weitere Debatten über Medienethik bieten. Das Gespräch mit Berndt bleibt Teil einer anhaltenden Diskussion darüber, wie Journalisten mit umstrittenen politischen Figuren umgehen.

Quelle