Marquardt kürzt Arbeitszeiten: 1.000 Beschäftigte betroffen bis 2026
Miriam AlbrechtMarquardt kürzt Arbeitszeiten: 1.000 Beschäftigte betroffen bis 2026
Der Automobilzulieferer Marquardt, ein bedeutender deutscher Akteur der Branche, hat die Arbeitszeiten an seinem Hauptsitz gekürzt – eine Maßnahme angesichts der anhaltenden Krise in der Industrie. Betroffen sind rund 1.000 Beschäftigte, die im Rahmen einer befristeten Vereinbarung auch mit Lohnkürzungen rechnen müssen.
Die neuen Regelungen gelten für Angestellte mit 35- und 39-Stunden-Verträgen, deren wöchentliche Arbeitszeit auf 33 bzw. 37 Stunden reduziert wird. Die Änderungen erfolgen im Rahmen eines temporären Arbeitszeitmodells, das Arbeitsplätze bis Ende 2026 sichern soll.
Marquardts Schritt steht im Kontext der branchenweiten Herausforderungen der Automobilindustrie. Zwar hat das Unternehmen keine detaillierten Vergleiche veröffentlicht, doch die Stellenabbaumaßnahmen in der Region Tuttlingen reihen sich ein in die bereits bei Zulieferern wie Bosch und ZF zu beobachtenden Arbeitsplatzverluste. Die langfristigen Folgen für die lokale Beschäftigung hängen davon ab, wie schnell Betroffene neue Anstellungen finden oder sich alternative Wirtschaftszweige in der Region entwickeln.
Die reduzierten Arbeitszeiten und Gehaltskürzungen gelten bis Ende 2026. Die Beschäftigten behalten während dieser Phase zwar ihre Arbeitsplatzgarantie, doch die weiteren Auswirkungen auf die regionale Arbeitsmarktlage werden sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Die Vereinbarung spiegelt Marquardts Reaktion auf die anhaltenden Belastungen in der Automobil-Zuliefererkette wider.






