Mario Voigt übersteht AfD-Misstrauensvotum trotz Doktortitel-Affäre und CDU-Rückhalt
Paul MüllerCDU-Präsidium: Voigt wieder in Vertretung gewählt - Mario Voigt übersteht AfD-Misstrauensvotum trotz Doktortitel-Affäre und CDU-Rückhalt
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat ein von der rechtspopulistischen AfD eingeleitetes Misstrauensvotum überstanden. Die Abstimmung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Voigt bereits unter Druck steht – sein Doktortitel wurde ihm kürzlich von der Technischen Universität Chemnitz aberkannt. Trotz der Kontroversen bleibt er eine zentrale Figur in der CDU-Führung.
Die AfD unter Björn Höcke trieb Anfang Februar Voigts Absetzung voran und setzte für den 4. Februar 2026 ein konstruktives Misstrauensvotum an, bei dem Höcke selbst als Kandidat antreten sollte. Die Linke hingegen wollte zunächst den Ausgang der laufenden juristischen Verfahren abwarten, bevor sie Position bezog.
Der 49-jährige Voigt verlor seinen Doktortitel durch einen Beschluss der Technischen Universität Chemnitz. Daraufhin kündigte er an, gegen die Hochschule zu klagen, mit der Begründung, ein externer Gutachter habe seine Dissertation zuvor als wissenschaftlich einwandfrei bestätigt. Der Streit um seine Promotion belastet zusätzlich seine politische Führung.
Auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart sicherte sich Voigt die Wiederwahl in den Bundesvorstand. Nach der Abstimmung bedankte er sich bei seinen Unterstützern und versprach, sich auf eine Politik der Einheit zu konzentrieren. Dass er sowohl das Misstrauensvotum als auch die interne Parteientscheidung überstand, deutet auf anhaltende Rückendeckung in der CDU hin.
Trotz der Angriffe der AfD und der akademischen Affäre bleibt Voigt im Amt. Sein Rechtsstreit gegen die Universität wird weitergeführt, während seine Wiederwahl seine Position in der CDU-Spitze festigt. Das Urteil im Verfahren könnte seine politische Zukunft zusätzlich prägen.






