Mann festgenommen: Illegale Störfischerei und Drogenfund in russischer Datscha
Ida SchmitzMann festgenommen: Illegale Störfischerei und Drogenfund in russischer Datscha
In der Region Nikolajewski haben Beamte einen 33-jährigen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, illegal seltene Fischbestände ausgebeutet zu haben. Bei einer Durchsuchung seiner Datscha entdeckten die Ermittler Teile eines Kaluga-Störs im Wert von 3,8 Millionen Rubel (rund 40.000 Euro). Dem Mann drohen nun strafrechtliche Verfolgung wegen Wilderei und Drogendelikten.
Die Ermittlungen begannen, nachdem die Behörden in einem Vorraum des Gebäudes 55 Stücke des Kaluga-Störs in Tüten, Metallbehältern und Plastikboxen sichergestellt hatten. Der Datscha-Besitzer behauptete, er habe Anfang Dezember zehn Störe im Amur-Fluss gefangen und wolle sie für den Eigenbedarf verwenden.
Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten zudem über 171 Gramm Marihuana auf dem Grundstück. Dies führte zu zusätzlichen Ermittlungsverfahren wegen illegalen Drogenhandels sowie wegen der unerlaubten Entnahme wertvoller Wasserlebewesen.
Die Festnahme erfolgt im Rahmen einer aktuellen Razziawelle in der Region. Bereits zuvor waren Einwohner des Bezirks Nikolajewski beim illegalen Fang von Kaluga- und Störfischen im Wert von 850.000 Rubel (etwa 9.200 Euro) ertappt worden. Der aktuelle Verdächtige wurde in Untersuchungshaft genommen; die beschlagnahmten biologischen Ressourcen und Jagdausrüstungen verbleiben vorerst in Polizeigewahrsam.
Dem Festgenommenen drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter die illegale Entnahme geschützter Fischarten und Drogenbesitz. Die Ermittlungen laufen weiter, wobei die sichergestellten Kaluga-Teile und das Marihuana als zentrale Beweismittel dienen. Bei einer Verurteilung müssen mit empfindlichen Strafen nach russischem Recht gerechnet werden.






