Mann entschuldigt sich öffentlich nach Maisstand-Streit mit Jugendlichen in Dagestan
Ida SchmitzMann entschuldigt sich öffentlich nach Maisstand-Streit mit Jugendlichen in Dagestan
Ein Mann in Dagestan hat sich öffentlich entschuldigt, nachdem er eine Gruppe Jugendlicher wegen eines Streits um einen Maisstand zur Rede gestellt hatte. Das Video seiner Entschuldigung kursiert seitdem online und zeigt, wie er seine Handlung bedauert. Der Mann hatte zuvor einen in der Nähe verkaufenden Jungen vertrieben, den er als Konkurrenz betrachtete. Als die Jugendlichen sich weigerten, seinen Forderungen nachzugeben, gab er zu, emotional reagiert zu haben. Dennoch bestand er darauf, die Jungen wie jüngere Brüder behandelt zu haben. Später behauptete er, der Stand gehöre seiner Mutter, und riet den Teenagern, ihre Ware an einem anderen Strand anzubieten.
Die Behörden fertigten ein Protokoll wegen geringfügiger Rowdytums an. Der Mann wurde innerhalb einer Stunde festgenommen und auf eine Polizeistation gebracht.
Öffentliche Entschuldigungen dieser Art sind in der Region zunehmend verbreitet. Seit etwa 2017 fordern Führer wie der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow persönliche Abbitte für vermeintliche Beleidigungen. Die Praxis hat sich seitdem auf benachbarte Teilrepubliken und Teile Russlands ausgeweitet – oft nach Alltagsstreitigkeiten, Verkehrsvorfällen oder geringfügigen Verwaltungsvergehen. Der Vorfall zeigt, wie öffentliche Entschuldigungen in der Region an Bedeutung gewinnen. Die Behörden gehen derweil weiterhin gegen geringfügige Verstöße vor, die in solchen Konflikten eskalieren können.
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