Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten – ihr Vermächtnis bleibt unvergessen

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten – ihr Vermächtnis bleibt unvergessen
Mainz verliert mehrere prägende Persönlichkeiten – ihr Erbe lebt weiter
In den vergangenen Monaten hat Mainz mehrere einflussreiche Persönlichkeiten verloren, die in Kultur, Politik und Gesellschaft der Stadt bleibende Spuren hinterlassen haben. Ihre Beiträge erstreckten sich über Jahrzehnte – von der Karnevalstradition und Behindertenrechtsarbeit bis hin zu Journalismus und Medizin.
Dieter Wenger, der langjährige Chef der Wagenbauabteilung des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), starb im Alter von 84 Jahren. Über 60 Jahre lang gestaltete er die aufwendigen Motivwagen für den Rosenmontagszug und prägte damit das visuelle Herzstück des Mainzer Karnevals. Seine Arbeiten wurden zu einem Markenzeichen der festlichen Identität der Stadt.
Mit Elisabeth Klöver verlor der Karneval eine weitere Schlüsselfigur. Die ehemalige Leiterin des MCV-Gardenballetts starb mit 85 Jahren. Jahrzehntelang führte sie Tänzerinnen und Tänzer an und sorgte dafür, dass die Tradition lebendig blieb. Ihr Einfluss reichte weit über die Bühne hinaus und inspirierte Generationen von Mitwirkenden.
Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, starb nach einem Berufsleben im Zeichen der Inklusion. Von 1993 bis 2018 setzte sie sich für barrierefreie öffentliche Räume und Dienstleistungen ein und verbesserte so den Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger. Ihr Engagement fand breite Anerkennung.
In der Politik hinterlässt Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, eine große Lücke. Er starb mit 92 Jahren. Von 1976 bis 1988 führte er das Land, später wurde er auch Ministerpräsident von Thüringen. Seine politische Laufbahn umfasste prägende Jahrzehnte der deutschen Geschichte.
Mit Herbert Mertin verlor Rheinland-Pfalz einen weiteren bedeutenden Politiker. Der ehemalige Justizminister (2016–2022) starb im Alter von 66 Jahren. Als Mitglied der FDP prägte er rechtspolitische Reformen und hinterließ seine Spuren in der Landesregierung.
Auch der Journalismus trauert um Ekkehardt Gahntz, einen erfahrenen Nachrichtensprecher des ZDF, der mit 79 Jahren starb. Über 25 Jahre lang gestaltete er die Nachrichtenformate des Senders und lieferte Millionen Zuschauern verlässliche Berichterstattung. Sein Wirken stand für klare und vertrauenswürdige Information.
Die Kulturwelt verliert mit Barbara Rupp eine wichtige Förderin des Unterhaus Mainz. Von 1983 bis 2008 leitete sie den Förderverein und machte das Haus zu einem lebendigen Kulturzentrum mit unzähligen Veranstaltungen. Ihr Einsatz stärkte nachhaltig die kreative Szene der Stadt.
Im Sport trauern die Fans des 1. FSV Mainz 05 um Holger Bernhardt, den ehemaligen Torwart, der bei einem Verkehrsunfall mit nur 52 Jahren ums Leben kam. Seine Zeit beim Verein verband ihn eng mit der lokalen Fußballgemeinschaft. Teamkollegen und Anhänger erinnerten sich an seinen Einsatz auf und neben dem Platz.
Ulf Glasenhardt, Veranstaltungskoordinator beim Schon Schön, starb unerwartet – erst 2022 war er zum Team gestoßen. In kurzer Zeit brachte er frischen Schwung in den Mainzer Kulturkalender, doch seine Arbeit wurde jäh unterbrochen.
Die Medizin verliert mit Dr. Thomas Flohr einen engagierten Onkologen. Der 57-Jährige arbeitete im Hämatologisch-Onkologischen Medizinischen Versorgungszentrum und gab vielen Krebspatienten durch seine Fachkenntnis und Einfühlungsvermögen Hoffnung. Kollegen und Patienten würdigten seinen Beitrag zur Gesundheitsversorgung.
Diese Persönlichkeiten prägten Mainz auf vielfältige Weise – ob durch Karnevalstraditionen, politische Führung, journalistische Integrität oder medizinische Fürsorge. Ihr Erbe ist im Stadtbild und im Alltag der Menschen spürbar und wirkt weit über ihre Lebenszeit hinaus. Jeder Verlust hinterlässt in unterschiedlichen Bereichen der Gemeinschaft eine Lücke.

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