"Mainz bleibt Mainz" wagt den mutigen Neuanfang mit Tradition und frischem Wind
Ida Schmitz"Mainz bleibt Mainz" wagt den mutigen Neuanfang mit Tradition und frischem Wind
Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" bricht mit Tradition – und setzt auf einen mutigen Generationswechsel. Der ZDF-Kultkarneval wird in diesem Jahr neu erfunden: Erfahrene Stars treffen auf frisches Talent, Nostalgie auf Innovation, und historische Premieren sorgen für besondere Momente.
Die letzte Ausgabe hatte mit technischen Pannen und einem Zuschauerrekordtief von nur 3,85 Millionen zu kämpfen. Medien führten den Rückgang auf veränderte Sehgewohnheiten, die Konkurrenz durch Streamingdienste und sogar die politische Stimmung im Vorfeld der Landtagswahl 2026 zurück. Nun wollen die Verantwortlichen mit neuen Gesichtern und temporeichen Auftritten einen Neuanfang wagen.
Chrissy Grom schreibt Geschichte als erste Frau, die das Protokoll führt – nach ihrem gefeierten Auftritt beim Gonsenheimer Carneval Verein. Jürgen Wiesmann hingegen blickt auf 25 Jahre Bühnenpräsenz zurück und bringt seine beliebten "Ernst Lustig"-Sketchs mit. Eine emotionale Verabschiedung gilt dem legendären Hansi Greb, der als "Hobbes" unvergessen bleibt.
Frischer Wind kommt von jungen Bands wie Handkäse, während Frauen in diesem Jahr Rollen übernehmen, die traditionell Männern vorbehalten waren. Die politische Satire bleibt ein Markenzeichen – mit vier Rednern, darunter Florian Sitte als "Till" und Johannes Bersch als "Moguntia". Trotz seines Bürgermeister-Wahlkampfs in Nieder-Olm kehrtAndreas Schmittals Sitzungspräsident und "Obermessdiener"* auf die Bühne zurück.
Ein weiterer Höhepunkt: das 100-jährige Jubiläum der Mainzer Hofsänger, das die tiefe Verwurzelung der Show in der regionalen Tradition unterstreicht.
"Mainz bleibt Mainz" balanciert in diesem Jahr zwischen Bewährung und Aufbruch. Der Mix aus Nachwuchskräften, historischen Meilensteinen und politischer Schärfe zeigt, wie das ZDF um die Gunst des Publikum wirbt. Die Ausstrahlung steht unter dem Zeichen der Hoffnung, den Schwung der Vorjahre zurückzugewinnen – und den Platz des Formats in der deutschen Fastnachtskultur zu festigen.






