Maharashtra kämpft mit jahrelangen Wartezeiten bei RTI-Beschwerden
Bürger in Maharashtra sehen sich weiterhin mit langen Verzögerungen bei der Bearbeitung von Beschwerden nach dem Informationsfreiheitsgesetz (RTI) konfrontiert. Die Situation hat sich in den letzten Monaten weiter verschärft, da die Zahl der neuen Eingaben die Kapazitäten der zuständigen Stellen übersteigt. Zwischen April 2025 und März 2026 gingen bei der Informationskommission in der Konkan-Niederlassung 4.870 neue Zweitbeschwerden ein, doch nur 3.482 konnten in diesem Zeitraum abgeschlossen werden. Dadurch stieg die Zahl der ausstehenden Fälle um fast 38 Prozent auf insgesamt 5.060 an. Einer der Hauptgründe für diesen Anstieg ist die zunehmende Weigerung von Behörden, die angeforderten Informationen herauszugeben.
Die Informationskommission führt täglich etwa 30 bis 35 Anhörungen durch, doch die Wartezeit für betroffene Bürger beträgt dennoch zwei bis drei Jahre. Häufige Versetzungen von Beamten erschweren es zudem, klare Verantwortlichkeiten für Verzögerungen oder unrechtmäßige Ablehnungen zuzuweisen.
Die Initiative Sajag Nagrik Manch schlägt als Lösung vor, alle RTI-Antworten auf einer öffentlich zugänglichen digitalen Plattform zu veröffentlichen. Zudem fordert sie die Landesregierung auf, mehr Kommissare zu ernennen und die Infrastruktur der Kommission zu stärken, um die Bearbeitung zu beschleunigen. Die anhaltende Diskrepanz zwischen neuen und erledigten Beschwerden zeigt die Überlastung des Systems. Ohne gezielte Maßnahmen zur Entlastung der Kommission und zur Transparenzerhöhung wird sich die Situation für die Bürger in Maharashtra voraussichtlich nicht verbessern.
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