Mae Martin und Nelly Furtado: Wie ein genderinklusiver Hit fast Wirklichkeit wurde
Miriam AlbrechtMae Martin und Nelly Furtado: Wie ein genderinklusiver Hit fast Wirklichkeit wurde
Die Komiker:in Mae Martin hat einer bekannten Pop-Hymne eine verspielte Wendung verliehen. In einem kürzlichen Gespräch schlug Martin eine genderinklusive Version von Nelly Furtados Promiscuous vor – und stieß damit bei der Sängerin auf Aufmerksamkeit und Zustimmung.
Martin, eine nicht-binäre Künstlerin, stellte sich den 2006er-Hit als Promiscuous They/Them vor. Ihr Konzept umfasste ein Musikvideo, in dem sie in praktischen Jeans zu sehen wäre, zögernd vor Toilettentüren stehen bleibt. Der Humor spielte mit den Alltagsherausforderungen an, denen sich geschlechterdiverse Menschen gegenübersehen.
Nelly Furtado reagierte begeistert auf die Idee. Zwar ergab sich daraus keine offizielle Zusammenarbeit, doch der Austausch unterstrich eine gemeinsame kreative Wellenlänge. Ihre Wege kreuzten sich später erneut, als Martin 2026 die Juno Awards in Hamilton, Ontario, moderierte. Bei der Veranstaltung wurde Furtado mit der Aufnahme in die Canadian Music Hall of Fame geehrt – gefeiert mit einem Medley ihrer größten Hits, dargeboten von verschiedenen Künstler:innen.
Aus der lockeren Songidee wurde zwar nie mehr als ein Gedankenspiel. Doch sie zeigte, wie Künstler:innen aus unterschiedlichen Bereichen durch frische Perspektiven auf vertraute Themen zueinanderfinden können. Furtados Ehrung und Martins Moderationsrolle markierten ihren nächsten öffentlichen Auftritt gemeinsam.






