23 May 2026, 20:09

Luftfahrtbranche kämpft mit Rekordkosten und drastischen Streichungen von Flugrouten

Dreifacher Schlag trifft die Luftfahrtindustrie

Luftfahrtbranche kämpft mit Rekordkosten und drastischen Streichungen von Flugrouten

Die Luftfahrtbranche steht unter zunehmendem Druck, da steigende Kosten und geopolitische Spannungen ihre Spuren hinterlassen. Die jüngste Erhöhung der Luftverkehrsabgabe in Deutschland hat die finanzielle Belastung der Airlines weiter verschärft – mit Stellenabbau und Streichungen von Flugrouten als Folge. Große Fluggesellschaften stürzen sich in Sparmaßnahmen und überarbeiten ihre Geschäftsmodelle, um über die Runden zu kommen.

Im Mai 2024 erhöhte Deutschland die Luftverkehrsteuer um 19,4 Prozent, was die ohnehin schon angestrengten Airlines zusätzlich belastet. Gleichzeitig haben sich die Kerosinpreise seit Dezember mehr als verdoppelt und machen nun 20 bis 30 Prozent der Betriebskosten aus. Allein die Lufthansa rechnet in diesem Jahr mit zusätzlichen Treibstoffkosten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Um die Verluste zu begrenzen, wird die Lufthansa bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge streichen und so 40.000 Tonnen Kerosin einsparen. Unterdessen haben Ryanair und EasyJet weniger rentable Touristenrouten aus ihrem Angebot genommen. Die Krise der Branche gefährdet rund 10.000 Arbeitsplätze.

Doch die Probleme beschränken sich nicht auf Europa. Der US-amerikanische Billigflieger Spirit Airlines, der 172 Airbus-Maschinen betrieb, stellte am 2. Mai 2023 den Betrieb komplett ein. Wizz Air, die drittgrößte europäische Billigfluggesellschaft, könnte ein ähnliches Schicksal drohen, falls die Spannungen im Nahen Osten weiterhin die Treibstoffversorgung und die Nachfrage beeinträchtigen. Deutsche Flughäfen verzeichneten 2025 insgesamt 219,8 Millionen Passagiere – immer noch 12,4 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019.

Die Airlines kürzen Flüge, streichen Strecken und müssen Stellen abbauen, während die Kosten weiter steigen. Da die Treibstoffpreise hoch bleiben und die Passagierzahlen noch nicht wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht haben, bleibt die Erholung der Branche ungewiss. Weitere Störungen könnten zusätzliche Fluggesellschaften in die Insolvenz treiben.

Quelle