Litauens neue Migrationschefin will Betrug bei Visa und Scheinehen stoppen
Miriam AlbrechtLitauens neue Migrationschefin will Betrug bei Visa und Scheinehen stoppen
Indre Gasper hat die Leitung der litauischen Migrationsbehörde übernommen. Sie fordert strengere Kontrollen, um Missbrauch des Einwanderungssystems des Landes zu verhindern. Zu ihren Vorschlägen gehören verschärfte Prüfungen von Studienvisa sowie Scheinehen, die genutzt werden, um legale Einreisebestimmungen zu umgehen.
Gasper arbeitete zuvor im Innenministerium, bevor sie ihre aktuelle Position antrat. Sie betonte, Litauen plane keine Kürzung der Zuwanderungszahlen, strebe aber eine bessere Überwachung an. Ein zentrales Problem seien Ausländer, die unter falschen Vorwänden ins Land kämen – etwa als angebliche Studierende, die in Wahrheit arbeiten, oder durch arrangierte Scheinehen.
Zudem unterstrich sie die Bedeutung von Integration. Migranten, insbesondere im Dienstleistungssektor, sollten grundlegende Sprachkenntnisse nachweisen – konkret das Niveau A1 in Litauisch. Sprachkompetenz erleichtere Neuankömmlingen, sich besser in die Gesellschaft einzugliedern, so Gasper.
Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, Schlupflöcher in der litauischen Migrationspolitik zu schließen. Strengere Dokumentenprüfungen und Sprachstandards sollen sowohl die Sicherheit als auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Gasper setzt weiterhin auf eine faire, aber konsequente Durchsetzung der bestehenden Regeln.






