Linnemanns Steuerpläne: Entlastung für Bürger, aber keine Last für Handwerksbetriebe
Miriam AlbrechtLinnemanns Steuerpläne: Entlastung für Bürger, aber keine Last für Handwerksbetriebe
Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, hat in jüngsten Diskussionen mehrere steuerpolitische Vorschläge skizziert. Dabei betonte er die Bedeutung eines Ausgleichs zwischen Steuersenkungen und Haushaltskürzungen, um kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe nicht zusätzlich zu belasten.
Linnemann schlug vor, dass die Ministerien ihre Budgets um ein bis drei Prozent kürzen könnten. Diese Einsparungen würden Milliarden freisetzen, um Maßnahmen wie eine Steuerentlastung von 500 Euro für Gering- und Mittelverdiener zu finanzieren. Er bestand darauf, dass diese Entlastung durch geringere Staatsausgaben und nicht durch höhere Belastungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) finanziert werden müsse.
Zudem schloss er nicht aus, den Spitzensteuersatz von 45 auf 47 Prozent anzuheben. Auch eine Ausweitung der Vermögenssteuer ließ er offen. Allerdings warf er der SPD vor, eine aggressive Umverteilungspolitik voranzutreiben, und warnte, dass solche Maßnahmen Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen schädigen könnten.
In allen seinen Äußerungen unterstrich Linnemann die Notwendigkeit von Kompromissen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass das CDU/CSU-Bündnis zusätzliche Kosten für Handwerker und Kleinbetriebe unter allen Umständen vermeiden solle.
Linnemanns Pläne zielen darauf ab, Steuererleichterungen durch Ausgabenkürzungen statt durch neue Abgaben für Unternehmen zu finanzieren. Zwar zeigt er sich bei bestimmten Steuersätzen flexibel, lehnt aber Maßnahmen ab, die sich negativ auf kleine und mittlere Betriebe auswirken könnten. Die Debatte über Finanzpolitik und Umverteilung wird voraussichtlich weitergehen.
