14 March 2026, 00:10

Linksextreme zerstören Schwangerschaftsberatungsstelle in Heidelberg mit Farbanschlag

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem 'Solidarität und Feminismus' steht, eine Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Linksextreme zerstören Schwangerschaftsberatungsstelle in Heidelberg mit Farbanschlag

Schwangerschaftsberatungsstelle in Heidelberg von mutmaßlichen Linksextremisten beschädigt

In der Nacht zum 6. März wurde eine Schwangerschaftsberatungsstelle in Heidelberg von mutmaßlichen linksextremen Tätern verwüstet. Die Angreifer besprühten das Gebäude mit Farbe und hinterließen an einer Außenwand den Slogan "Nieder mit dem Patriarchat". Die Polizei wurde gegen 10 Uhr morgens über den Vorfall informiert, doch die Tat ereignete sich bereits in den frühen Morgenstunden, kurz nach Mitternacht.

Die betroffene Einrichtung wird von Pro Femina betrieben und unterstützt Frauen in Schwangerschaftskonflikten. Rund 90 Prozent der Mitarbeiterinnen sind Frauen. Der aktuelle Angriff reiht sich in eine Serie von Vandalismusfällen gegen den Verein ein: Seit 2019 kam es wiederholt zu Farbattacken, die kumuliert einen Schaden von etwa 100.000 Euro verursacht haben.

Ersten Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten des jüngsten Angriffs auf über 25.000 Euro. In nahegelegenen Briefkästen wurde zudem ein Bekennerschreiben gefunden, in dem "religiöse, manipulative Gruppen" dafür kritisiert werden, die "Selbstbestimmung über den eigenen Körper" einzuschränken.

Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Die Beratungsstelle hat unterdessen zu Spenden aufgerufen, um die Reparaturen zu finanzieren. In den vergangenen fünf Jahren wurden rund zwölf weitere Pro-Femina-Standorte in Deutschland Ziel ähnlicher Angriffe – besonders häufig in Berlin (vier Vorfälle), aber auch in Hamburg und München.

Die Ermittlungen dauern an, bisher gibt es keine Tatverdächtigen. Trotz der Schäden läuft der Betrieb der Einrichtung weiter, doch die finanziellen Verluste belaufen sich auf Zehntausende. Die Behörden stufen den Fall als politisch motivierte Sachbeschädigung ein.

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