Linke distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen in Jugendverband
Paul MüllerLinke distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen in Jugendverband
Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen distanziert, die von Mitgliedern ihres Jugendverbandes Linksjugend [ˈsolid] stammen. In den Aussagen wurden Stalinismus, die DDR und antisemitische Kommentare über Israel verherrlicht – was innerhalb der Partei auf breite Verurteilung stieß.
Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, hatten Funktionäre von Linksjugend [ˈsolid] in einem internen Forum positive Bezüge zu Josef Stalin und Mao Zedong geteilt. In denselben Diskussionen fanden sich auch antisemitische Untertöne, darunter Behauptungen über „israelische Konzentrationslager“ und einen „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ im Zusammenhang mit Debatten zum Gaza-Krieg. Zudem wurde ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ im Forum gepostet.
Die Berliner Parteivorsitzenden der Linken, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer, verurteilten die Äußerungen scharf und betonten, dass Antisemitismus in Linksjugend [ˈsolid] oder der Linken keinen Platz habe. Auch die Parteico-Vorsitzende Ines Schwerdtner wies die Aussagen in aller Deutlichkeit zurück. Linksjugend [ˈsolid] selbst bestreitet, die DDR oder ähnliche Regime zu befürworten, und lehnte Antisemitismus ausdrücklich ab.
Die Linke leitete nun Untersuchungen zu den Vorwürfen ein und fordert Konsequenzen. Mehrere Landespolitiker der Partei äußerten sich ebenfalls empört über die Aussagen. Der Vorfall hat eine entschlossene Reaktion der Parteispitze ausgelöst, um das Problem zu adressieren.






