03 February 2026, 14:15

Kretschmann blockiert Reform: Warum der Beamtenstatus für Lehrer bleibt

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Kretschmann hält wenig von dem Beamtenstatus für Lehrer - Kretschmann blockiert Reform: Warum der Beamtenstatus für Lehrer bleibt

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Forderungen nach einer Abschaffung des Beamtenstatus für Lehrkräfte zurückgewiesen. Er argumentiert, dass eine solche Reform zu kostspielig wäre und in den Bundesländern an politischer Unterstützung fehlt.

Kretschmann lehnte auch eine erneute Debatte über das Thema ab und bezeichnete sie ohne breiten Konsens aller 16 Länder als Zeitverschwendung.

Seine Haltung fällt in eine Phase, in der einige Bundesländer weiterhin über die Bezahlung und Arbeitsbedingungen von Lehrkräften diskutieren. Kretschmann betonte, dass angestellte Lehrer bereits gute Leistungen erbrächten, was eine Umstellung überflüssig mache. Gleichzeitig räumte er ein, dass der Beamtenstatus attraktiv bleibe und sich kein Bundesland den Abwanderung von Pädagogen an konkurrierende Bundesländer leisten könne.

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Seine Position steht im Kontrast zu früheren Reformversuchen in Schleswig-Holstein, wo ein Vorhaben aus den 1990er-Jahren, den Beamtenstatus für Lehrkräfte schrittweise abzuschaffen, scheiterte. Bis 2001 hatte das Land das alte System wieder eingeführt. Seitdem haben sich die Lehrergehälter in Schleswig-Holstein zwar verbessert, liegen aber weiterhin hinter den Spitzenverdiener-Ländern wie Bayern und Hessen zurück. Zwar entsprechen die Bezüge heute in etwa dem Bundesdurchschnitt, doch Kritiker verweisen auf anhaltende Probleme wie hohe Arbeitsbelastung und geringere Zulagen.

Kretschmann unterstrich, dass eine Abschaffung des Beamtenstatus die Haushalte der Länder zusätzlich belasten würde. Ohne einheitlichen politischen Willen sehe er keinen praktikablen Weg für eine Reform.

Die Debatte über den Beamtenstatus für Lehrkräfte bleibt damit festgefahren – Baden-Württemberg schließt Änderungen aus. Kretschmanns Argumente konzentrieren sich auf Kosten, Effizienz und das Fehlen einer bundesweiten Einigung.

Vorerst bleibt das bestehende System erhalten, während Gehalts- und Arbeitsbelastungsfragen in vielen Bundesländern ungelöst bleiben.