Krefelds Drogenhilfezentrum: Ein sicherer Hafen für Obdachlose und Schwerstabhängige
Paul MüllerKrefelds Drogenhilfezentrum: Ein sicherer Hafen für Obdachlose und Schwerstabhängige
Drogenhilfezentrum in Krefeld leistet seit Jahren unverzichtbare Arbeit für Obdachlose und Schwerstabhängige
Seit Jahren bietet ein Drogenhilfezentrum in Krefeld lebenswichtige Unterstützung für obdachlose und schwerstabhängige Menschen an. Neben dem seit Langem etablierten Medi-Mobil – einer mobilen medizinischen Einheit – schafft es einen geschützten Raum für diejenigen, die von der Gesellschaft oft übersehen werden. Die Arbeit des Zentrums hängt dabei von kontinuierlicher Aufklärungsarbeit und Spenden ab, um den Betrieb aufrechterhalten zu können.
Seit 2003 betreiben Caritas und Diakonie in Krefeld das Medi-Mobil, einen wöchentlichen medizinischen Dienst für Obdachlose. Die mobile Einheit bietet Grundversorgung an – von Schmerzlinderung bis zur Wundbehandlung – und schafft durch feste Einsatzorte und -zeiten Vertrauen. Viele der Hilfesuchenden kämpfen mit harten Drogen und Obdachlosigkeit, doch das Zentrum gibt keine Substanzen aus; die Konsumenten müssen ihre eigenen Mittel mitbringen.
Das Hauptgebäude der Einrichtung versorgt etwa 50 bis 80 Stammgäste. Hier können sie duschen, Wäsche waschen, Mahlzeiten einnehmen und Suchtberatung in Anspruch nehmen. Ein überwachter Drogenkonsumraum ermöglicht ein sichereres Umfeld als öffentliche Plätze wie Parks. Jasmin Sprünken, die Leiterin des Zentrums, bedankte sich kürzlich beim Personalrat der Stadt Meerbusch für eine Cent-Spende, die zur Finanzierung dieser Angebote beiträgt.
Auch Michael Marschall, Vorsitzender des Meerbuscher Personalrats, unterstützt die Arbeit des Zentrums. Er ist überzeugt, dass eine größere Sichtbarkeit der Initiative zu mehr gesellschaftlicher Unterstützung führen könnte. Vieles von dem, was hier geleistet wird, bleibt im Verborgenen – und deckt Bedürfnisse ab, die die Gesellschaft oft ignoriert.
Das Krefelder Zentrum bleibt eine wichtige Anlaufstelle für Menschen im Kampf gegen Sucht und Obdachlosigkeit. Mit medizinischer Versorgung, Beratung und einem sicheren Umfeld schließt es Lücken, die andere Einrichtungen lassen. Spenden und lokale Unterstützung sind weiterhin entscheidend, um diese unverzichtbaren Programme am Laufen zu halten.






