13 June 2026, 22:26

Kolumbiens WM-Träume spalten die Präsidentschaftswahl vor der Stichwahl

Cepeda schlägt vor, dass Kolumbien eine Weltmeisterschaft ausrichtet; Gegner werfen ihm vor, durch Fußball um Stimmen zu werben

Kolumbiens WM-Träume spalten die Präsidentschaftswahl vor der Stichwahl

Fußball steht im Mittelpunkt der kolumbianischen Präsidentschaftswahl. Iván Cepeda und Abelardo de la Espriella werden sich am 21. Juni in einer Stichwahl gegenüberstehen. Der linksgerichtete Kandidat hat einen kühnen Plan vorgelegt, um die Weltmeisterschaft wieder ins Land zu holen.

Cepeda schlug vor, dass eine Bewerbung um die Ausrichtung einer FIFA-Weltmeisterschaft Priorität der Regierung haben sollte. Seine Gegner wiesen den Vorschlag schnell als letzten Versuch ab, vor der Wahl noch Stimmen zu gewinnen. Kolumbien war einst Gastgeber des Turniers, zog sich jedoch 1986 als Ausrichter zurück – als einziges Land in der Geschichte.

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Der rechtsextreme Kandidat de la Espriella liegt derzeit in den Umfragen vorn. Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Atlas-Intel sieht ihn bei 52 Prozent, während Cepeda mit 44 Prozent zurückliegt. Der Oberste Gerichtshof entschied kürzlich zugunsten de la Espriellas und erlaubte ihm, das Trikot der Nationalmannschaft als Wahlkampfsymbol zu nutzen.

Da die WM 2030 bereits an Spanien, Portugal und Marokko vergeben wurde und die Austragung 2034 an Saudi-Arabien geht, wäre Kolumbiens nächste mögliche Chance erst 2038 oder später. Die Stichwahl wird zeigen, ob Cepedas WM-Bewerbungsvorschlag an Fahrt gewinnt oder in der Versenkung verschwindet. De la Espriellas Vorsprung in den Umfragen deutet auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Die Rolle des Fußballs im Wahlkampf unterstreicht seine Bedeutung in der kolumbianischen Politik.

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