25 May 2026, 08:33

Koblenz erhöht Schulbeiträge: 5 Millionen Euro Defizit durch veraltete Kreisumlagen

Koblenz kämpft mit Millionenverlusten durch veraltete Kreisumlagen für Berufsschüler

Koblenz erhöht Schulbeiträge: 5 Millionen Euro Defizit durch veraltete Kreisumlagen

Die Stadt Koblenz steht vor einem finanziellen Problem bei der Finanzierung ihrer Berufsschulen. Seit Jahren decken die Zahlungen der umliegenden Kreise nicht die tatsächlichen Kosten, was zu einem jährlichen Defizit von über 400.000 Euro geführt hat. Nun sollen die Beiträge deutlich erhöht werden, um die Verluste zu begrenzen. Die realen durchschnittlichen Kosten für einen Berufsschüler in Koblenz liegen bei 406,80 Euro. Bisher zahlten die Nachbarkreise jedoch nur 190 Euro pro Teilzeit-Schüler – ein Betrag, der seit 2014 nie an die steigenden Ausgaben angepasst wurde. Betroffen sind die Kreise Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn und Westerwald.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Rechnungsprüfungsausschuss hat inzwischen Aufklärung gefordert, warum die notwendigen Anpassungen trotz der bekannten Kostensteigerungen so lange verschleppt wurden. Seit 2014 hat die Stadt Koblenz durch diese Praxis bereits über 5 Millionen Euro verloren. Um weitere Verluste zu verhindern, werden die Beiträge nun rückwirkend ab Januar 2023 auf 300 Euro pro Schüler erhöht. Ab 2028 soll der Satz dann auf 400 Euro steigen, um die tatsächlichen Schülerkosten zu decken.

Zusätzlich prüft Koblenz, ob über eine Berufshaftpflichtversicherung Entschädigungen geltend gemacht werden können. Langfristig plant die Stadt, die Kosten für Berufsschulen regelmäßig zu überprüfen und die Kreisumlagen entsprechend anzupassen, um künftige Defizite zu vermeiden. Mit den erhöhten Beiträgen will Koblenz die Finanzierung der Berufsschulen auf eine solidere Grundlage stellen. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie die betroffenen Kreise auf die rückwirkende Erhöhung reagieren und ob die geplanten Maßnahmen ausreichen, um die langfristige Kostenentwicklung zu stabilisieren.

Lesen Sie auch: