Klootschießen verbindet Tradition und Gemeinschaft in Dithmarschen
Eine kleine, aber begeisterte Gruppe traf sich kürzlich zu einer Runde Klootschießen, einem traditionellen Sport mit tiefen Wurzeln in Norddeutschland. Unter der Leitung von Manfred Decher verbrachte der Wanderverein Wanderfreunde einen Tag damit, hölzerne Scheiben über einen Landweg zu werfen, bevor sie gemeinsam ein Essen teilten.
Das Klootschießen stammt aus der Grafschaft Bentheim, wo Decher einst lebte. Bei dem Spiel wird eine schwere Holzscheibe, Kloot genannt, so weit wie möglich über einen ländlichen Parcours geschleudert. Die Mannschaft, deren Scheibe am weitesten fliegt, gewinnt die Runde.
Decher, der die Wanderfreunde 1987 mitgegründet hat, fungiert heute als Spielleiter ("Speelbaas") des Vereins. Unter seiner Führung nahmen fast 30 Spieler am jüngsten Turnier teil, das zweimal jährlich in Dithmarschen stattfindet. Zwar zählt der Wettbewerb, doch noch wichtiger ist der Gruppe die Gemeinschaft.
Nach dem Spiel genossen die Teilnehmer eine deftige Portion Grünkohl, einen traditionellen Eintopf aus Grünkohl. Das Mahl bildete den Abschluss eines Tages voller Sport und guter Gesellschaft. Viele blicken bereits auf das nächste Treffen im Herbst voraus.
Die Veranstaltung unterstrich die Leidenschaft des Vereins für das Klootschießen – eine Sportart, die Geschick, Tradition und geselliges Miteinander verbindet. Mit Decher an der Spitze werden die Wanderfreunde auch in Zukunft Turniere ausrichten und diese Freizeitbeschäftigung lebendig halten.






