Klimaproteste im Ruhrgebiet: Aktivist:innen blockieren Kraftwerke und Fabriken für erneuerbare Energien
Paul MüllerKlimaproteste im Ruhrgebiet: Aktivist:innen blockieren Kraftwerke und Fabriken für erneuerbare Energien
Klimaschutzaktivist:innen haben im Ruhrgebiet eine Reihe von Protesten gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastrukturen inszeniert. Die von der antikapitalistischen Gruppe Ende Gelände organisierten Kundgebungen richteten sich gegen zentrale Industrieanlagen, darunter Kraftwerke und Fabriken. Rund 1.500 Menschen beteiligten sich an den koordinierten Aktionen am Freitag, für Samstag werden weitere Teilnehmer:innen erwartet.
In Gelsenkirchen-Scholven blockierten Demonstrant:innen das Kraftwerk Scholven, wo Pläne für eine neue Gasanlage auf Kritik stoßen. Aktivist:innen installierten zudem Solarpaneele auf dem Gelände, um erneuerbare Alternativen zu bewerben. Gleichzeitig unterbrach eine weitere Gruppe in Mülheim den Schichtwechsel im Hüttenwerk Friedrich Wilhelms Hütte.
Eine weitere Protestaktion fand bei Europipe statt, Europas größtem Hersteller von Pipeline-Rohren, wo Aktivist:innen Gleisanlagen besetzten. In Hamm zogen Demonstrant:innen mit einem Transparent in Richtung Hauptbahnhof, auf dem die Enteignung von Energiekonzernen gefordert wurde.
Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein von der Polizei verhängtes Verbot einer Kundgebung am Kraftwerk Gersteinwerk bestätigt. Die Organisator:innen legten Berufung ein und könnten die Auftaktkundgebung stattdessen in die Nähe von Hamm verlegen. Trotz des Rückschlags zeigen sie sich entschlossen, die Proteste fortzusetzen.
Für Samstag ist eine Großdemonstration geplant, an der tausende weitere Menschen teilnehmen sollen. Die Aktion wird von Umweltverbänden und prominenten Persönlichkeiten wie Greta Thunberg unterstützt.
Die Proteste richten sich gegen die fossile Infrastruktur und werben gleichzeitig für klimafreundliche Lösungen. Angesichts anhaltender juristischer Auseinandersetzungen und massenhafter Demonstrationen zeigt die Kampagne gegen den Gasausbau im Ruhrgebiet keine Anzeichen einer Beruhigung. Die Kundgebung am Samstag könnte die bisher größte werden.






